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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Keine Kernaufgabe
Zwischenüberschrift:
Zum Artikel "Geld aus Osnabrück für längere Startbahn - Stadt unterstütztden Flughafen-Ausbau " (Ausgabe vom 14. Juni).
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:

Die geplante Verlängerung der FMO-Startbahn stößt auf Kritik.

Foto: Archiv

Keine Kernaufgabe

Zum Artikel " Geld aus Osnabrück für längere Startbahn - Stadt unterstütztden Flughafen-Ausbau " (Ausgabe vom 14. Juni).

" Die Ratsentscheidung zum Flughafenausbau gefährdet die Zukunftsaussichten der Stadtwerke - desolates Ergebnis. Generell ist festzustellen, den Flughafen Münster/ Osnabrück zu betreiben gehört nicht zu den Kernaufgaben der Stadt Osnabrück und der Stadtwerke. Möglicherweise war die Initiierung des Regionalflughafens durch die öffentliche Hand vor Jahrzehnten noch zu rechtfertigen. Die Planung, die Landebahn zu verlängern, dient aber ausschließlich dem Fernflugverkehr.

Eindeutig ist, dass die Stadt und die Stadtwerke für die kommunale Daseinsfürsorge verantwortlich sind. Zu den festgeschriebenen kommunalen Verantwortlichkeiten gehören das Betreiben der lokalen Netze der Versorgungsleitungen, der öffentliche Nahverkehr, die Schule, die Kultur, die Müllabfuhr, das Abwasser, der Umweltschutz und so weiter. Nicht dazu gehört aber eindeutig der Fernverkehr mittels Flugzeug.

Es ist eine krasse Fehlentscheidung, sehr knappe öffentliche Mittel in ein Projekt zu investieren, für das die Stadt nicht zuständig ist. Investoren mit Mitteln für den Flughafenausbau müssen auf dem freien Kapitalmarkt besorgt werden. Währenddessen wartet eine ganze Reihe von Schulen, zum Beispiel die Käthe-Kollwitz-Schule, auf die Sanierung. Allein das Potenzial der eingesparten Energiekosten macht diese Projekte dringlich.

All diese Aspekte zeigen, ein Rückzug der Stadtwerke aus der Flughafengesellschaft ist angezeigt. Ein Verkaufkönnte Mittel freisetzen für dringend erforderliche energetische Schulsanierungen, die die Stadtwerke für die Stadt als Energiedienstleister durchführen könnten. Außerdem muss innerhalb der nächsten zehn Jahre die Osnabrücker Stadtbahn angeschoben werden, da voraussichtlich ein flächendeckender 6-Minuten-Takt mit Bussen nicht mehr zu realisieren ist. Dann kommt zwangsläufig die Stadtbahn.

Der Klimaschutz und die weltweite Energieverknappung machen dies Szenario sehr wahrscheinlich. Hierfür müssen erhebliche finanzielle Ressourcen vorgesehen werden. Nahverkehr ist eine Pflichtaufgabe der Kommune, im Gegensatz zum Fernflugverkehr!"

André Gehrke

Eichenallee 32

Osnabrück
Autor:
André Gehrke


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