User Online: 1 | Timeout: 06:30Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Kleiner Bruder des Tunnels
Zwischenüberschrift:
Die Kanalbaustelle Wielandstraße
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Kleiner Bruder des Tunnels

Die Kanalbaustelle Wielandstraße

Von Frank Henrichvark

OSNABRÜCK. 77.5 Meter lang ist der Tunnel, den Andreas Schreier und seine Leute in den letzten sechs Monaten gegraben haben. Jetzt hat das Bauwerk seinen Zweck erfüllt: In der nächsten Woche wird der Stollen in der Wielandstraße wieder zugeschüttet.

Der Stollen in der Wielandstraße war der " kleine Bruder" des Projekts in der Lotter Straße. Dort wurden bis zum letzten Sommer die Rohre für den Regenwasserkanal und den Schmutzkanal auf 700 Meter Länge unterirdisch verlegt.

Und weil das nötige Know-how, die erforderliche Mannschaft und die positiven Erfahrungen ohnehin verfügbar waren, wurde auch der Anschlusstunnel in der Wielandstraße nach demselben Verfahren gebaut. Nur gab es hier keine Elektrolok, um die Grubenwagen mit dem Aushub zu ziehen: Weil der Tunnel bis zum Schacht am oberen Ende der Wielandstraße ein erhebliches Gefalle von immerhin 7, 42 Prozent (gleich fünf Meter Höhenunterschied) aufwies, wurden die Wagen mit einer Seilwinde bergauf bewegt.

All diese Zahlen liest Schachtmeister Andreas Schreier aus seiner dicken Kladde ab. Schreier hat den Bergmannsberuf zu DDR-Zeiten bei der Wismut SDAG gelernt. Aus dieser Zeit ist ihm sein sächsischer Akzent geblieben - und das Koppelschloss an der Bergmannshose mit Hammer und Zirkel drauf: Das sei noch so eine Erinnerung an seine Armee-Zeit, sagt er. Und dann fügt er noch hinzu, der Tunnel der Lotter Straße sei doch immerhin seine bislang größte Baustelle gewesen.

Der Stollen in der Wielandstraße wird ab heute mit einem Leichtbeton verfallt 170 Tonnen, liest Schachtmeister Schreier wieder ab. Dann müssen noch die Hausanschlüsse umgelegt werden: " Ende Juli wollen wir fertig sein", berichtet Joachim Nieberg, kommissarischer Technischer I^ iter bei den Stadtwerken. Nieberg erläutert auch die Gründe, warum die Wielandstraße ebenfalls im Tunnelverfahren kanalisiert wurde: Die Straße sei nun mal sehr eng, und eine offene Baugrube wäre sehr tief geworden: " Die Kosten wären letztlich gleich geblieben."

Ortstermin am Tunnelschacht: Andreas Schreier, Joachim Nieberg. Ansgar Joachimmeyer und Stefan Wujec (von links) blicken noch einmal in das tiefe Loch. Foto: Egmont Seiler
Autor:
Frank Henrichvark


Anfang der Liste Ende der Liste