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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Gefahren durch neuen Haltepunkt?
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Bürger in Hellern: Verlegung der Bushaltestelle schwer nachvollziehbar
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Originaltext:
Gefahren durch neuen Haltepunkt?

Bürger in Hellern: Verlegung der Bushaltestelle schwer nachvollziehbar

gil OSNABRÜCK. Es sind nur ein paar Meter, aber die Aufregung ist groß. Bürger aus Hellern verstehen nicht, wieso die Stadt eine Bushaltestelle verlegen will. Dazu noch - wie sie meinen - in einen Gefahrenbereich.

Pflastersteine und Baucontainer sind schon vor Ort. Zwischen zwei Absperrbaken wurde die Form des neuen Buscaps in die Teerdecke der Großen Schulstraße geritzt " Die Bauarbeiten beginnen", sagen die Verkehrsplaner.

Es geht um die Haltestelle gegenüber der " Alten Kasse". Sie soll sich 70 Meter in Richtung Rheiner Landstraße zur Kreuzung Hofbrede/ Haunhorstberg verschieben. In einem Schreiben informierte die Stadt Anwohner, die von der Bautätigkeit betroffen sind. Die Pläne machten schnell die Runde.

" Hier schütteln alle nur den Kopf", sagt der Helleraner Eugen Krämer. Viele Bürger sähen keinen Sinn in der kostspieligen Aktion. Denn der bisherige Halt sei optimal und zudem mit Zebrastreifen und Blinkanlage ausgerüstet Bei der Verlegung zur Kreuzung befürchte man zu Spitzenzeiten Staus und Unübersichtlichkeit Zumal ein Überholen der langen Gelenkbusse dann nicht mehr möglich ist " Anwohner haben bereits bei der Stadt protestiert", berichtet er.

Kreuzung blockiert

" Morgens fahren oft drei bis vier Busse hintereinander, um Schulkinder zu befördern", beschreibt Helmut Münnich die Situation. Zwei haltende Busse würden reichen, die Kreuzung komplett zu blockieren. Eine besondere Gefahr für Schulkinder, von denen viele dann nicht mehr den Zebrastreifen nutzen würden. Zwei Ortspolizisten hätten Sicherheitsbedenken gegenüber der Stadt geäußert.

Ulla Bauer vom Fachdienst Verkehrsplanung und Leiterin Heike Stumberg nehmen zu den Befürchtungen Stellung: Hintergrund der Verlegung sei der barrierefreie Ausbau der stark frequentierten Haltestelle. Hochbord, Orientierungshilfen für Sehbehinderte, Wartehäuschen und Fläche zum Wenden von Rollstuhl und Kinderwagen erforderten für Gelenkbusse ein Bus von 14 Meter Länge. Das sei an der alten Stelle nicht gegeben. Nachdem eine andere Möglichkeit wegen des dort stehenden Mehrfamilienhauses ausgeschieden sei, bleibe nur noch der Kreuzungsbereich.

Die Gefahr von Staus und Gefährdungen sehen sie so nicht. " Nur dreimal die Stunde fährt dort ein Bus, wobei der Regelwert für Haltezeiten 27 Sekunden beträgt. Und die Schulbusse fahren zeitlich etwas versetzt", sagt Bauer. Zudem könne der Gegenverkehr am Bus vorbeifahren. Das Bus-cap schaffe auch Sicherheit, argumentiert Stumberg. Denn damit müsse beim Wechsel der Straßenseite nur ein schmalerer Fahrbahnstreifen überquert werden. " Die Verlegung wurde mit der Polizei beim Ortstermin Mitte Juni abgestimmt."

Warum wird die Haltestelle Alte Kasse in Hellern verlegt?, fragen Anwohner. Weil der Stopp behindertengerecht ausgebaut werden muss, antwortet die Verwaltung.

Foto: Michael Hehmann
Autor:
gil


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