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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Die Tage der Hasebrücke sind gezählt
Zwischenüberschrift:
Neubau im nächsten Frühjahr
Artikel:
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Originaltext:
Die Tage der Hasebrücke sind gezählt

Neubau im nächsten Frühjahr

jb OSNABRÜCK. Der Zahn der Zeit nagt kräftig an der Holzbrücke, die am Conrad-Bäumer-Weg über die Hase führt. Nächstes Jahr soll sie erneuert werden, rechtzeitig vor dem Katholikentag in Osnabrück. Rund 260 000 Euro will sich die Stadt das neue Bauwerk kosten lassen.

Die schlechte Nachricht: Im Frühjahr 2008 wird es voraussichtlich keine Überquerung der Hase am Conrad-Bäumer-Weg geben. Passanten müssen dann einen Umweg am Haarmannsbrunnen vorbei machen, um beispielsweise von der Domschule zum Carolinum zu gelangen. Die gute Nachricht: Danach wird sich eine nagelneue Brücke über die Hase erstrecken.

Der Zeitplan

Die Zeit drängt: Schon im Herbst will die Stadt Osnabrück die Aufträge ausschreiben. Dann können Fachbetriebe Teile der neuen Brücke über die Wintermonate unabhängig vom Wetter in ihren Werkstätten zusammensetzen. Im März und April 2008 soll die alte Brücke abgerissen und die neue Konstruktion an ihre Stelle eingesetzt werden. Rund acht Wochen sollen diese Bauarbeiten dauern.

Die bisherige, an die 30 Jahre alte Konstruktion hat ihre beste Zeit offenbar hinter sich. An manchen Stellen ist das Holz morsch, und während des Orkans im Januar krachten Teile eines Baums aufs Geländer. Die Schäden wurden provisorisch ausgebessert, " so dass keine Einsturzgefahr besteht", wie Jürgen Schmidt vom Fachdienst Straßenbau erläutert. Dennoch: Eine Lösung auf Dauer ist das nicht, zumal während des Katholikentags im Mai des kommenden Jahres Menschenmassen die Hase an dieser Stelle queren werden. Daher wurde schon vor einiger Zeit im städtischen Haushalt Geld für einen Ersatz bereitgestellt.

Boden aus Gitterrosten

Wie der aussehen könnte, darüber beriet jetzt der Ausschuss für Stadtentwicklung. Dessen Mitglieder sprachen sich für den Entwurf eines Planungsbüros aus, der einen leichten und offenen Eindruck macht. Vorgesehen ist, dass der Brückenboden aus Gitterrosten bestehen und damit den Blick nach unten freigeben soll. " Was aber ist mit Menschen, die Angst vor dem Blick in die Tiefe haben, oder mit kleineren Hunden?", fragten mehrere Kommunalpolitiker.

Über die Hase führt diese Holzbrücke am Conrad-Bäumer-Weg. Ihre Tage sind gezahlt, denn nächstes Frühjahr soll eine neue Brücke gebaut werden. Fotos: Jörn Martens

Das Holz ist an manchen Stellen morsch. Einsturzgefahr bestehe aber nicht, versichert die Stadt.

Jetzt wollen die Planer prüfen, ob ein Teil des Bodens doch aus einem durchgängigen Material, beispielsweise Holz, hergestellt werden soll. An den beiden Seiten soll es zudem je eine Ausbuchtung geben. Von diesen zwei " Baikonen" aus sollen Besucher dem Lebensraum Hase mit dem Wasser und der Uferbepflanzung ein Stückchen näher kommen.

Der Ausschuss verwarf zwei Alternativen zu diesem Plan. Die eine Alternative wäre eine erneute Konstruktion aus Holz gewesen, die andere eine Brücke, die in einem leichten Bogen über die Hase führt. " Dieser Plan hat Vorteile, wenn eines Tages mal wieder Boote auf der Hase fahren sollten", sagte Jürgen Schmidt. Allerdings ist diese dritte Variante mit rund 275000 Euro die teuerste von allen. Auch die erneute Holzkonstruktion hätte deutlich mehr als 200000 Euro gekostet. Der Entwurf, den der Ausschuss letztlich favorisierte, wird mit etwa 260 000 Euro zu Buche schlagen. Die Brückenpfeiler und die Widerlager (Auflageflächen für Trägerelemente) werden nicht erneuert, wohl aber saniert.

Kein Geld ausgeben will der Ausschuss für eine provisorische Ersatzbrücke, die während der zweimonatigen Bauzeit über die Hase führen soll. Etwa 25 000 Euro hätte das gekostet. Der Umweg sei für diese Zeit für die Fußgänger durchaus zumutbar, befanden die Politiker.

Jetzt werden die Planer noch über einige Details in dem Entwurf beraten. Danach wollen sie dem Ausschuss den endgültigen Plan noch einmal vorstellen.

Der Zeitplan

Die Zeit drängt: Schon im Herbst will die Stadt Osnabrück die Aufträge ausschreiben. Dann können Fachbetriebe Teile der neuen Brücke über die Wintermonate unabhängig vom Wetter in ihren Werkstätten zusammensetzen. Im März und April 2008 soll die alte Brücke abgerissen und die neue Konstruktion an ihre Stelle eingesetzt werden. Rund acht Wochen sollen diese Bauarbeiten dauern.
Autor:
jb


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