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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Hunde gehören ab jetzt an die Leine
Zwischenüberschrift:
Regelungen zur Sicherheit und Ordnung werden in einem Jahr überprüft
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
dk OSNABRÜCK. In der Innenstadt gilt der Leinenzwang. Das hat der Rat mit der neuen " Verordnung zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung im Gebiet der Stadt Osnabrück" beschlossen. Damit setzte der Rat am Dienstag einen Schlusspunkt unter die seit drei Monaten laufende Diskussion - vorläufig. Denn nach einem Jahr soll geprüft werden, ob sich die Verordnung bewährt.

" Wir hängen nicht an diesem Absatz", sprach Oberbürgermeister Boris Pistorius für die Verwaltung. SPD und Grüne hatten einen Änderungsantrag eingebracht, der den Passus gestrichen wissen wollte, der die ständig wiederkehrende ortsfeste Ansammlung von Personen untersagen sollte, von denen regelmäßig Störungen ausgehen. Der Rat stimmte der geänderten Fassung bei zwei Gegenstimmen von Christopher Cheeseman (Linke) und Wulf-Siegmar Mierke (UWG) zu.

Damit wurde zum Teil auf Forderungen unter anderem des SKM (Kath. Verein für Soziale Dienste) eingegangen. Dessen Geschäftsführer Ludger Overmeyer sorgt sich, dass dem OS-Team weitreichende Kompetenzen in die Hand gegeben werden. Gleichzeitig hatte Overmeyer kritisiert, dass damit keine sozialen Probleme gelöst, sondern nur verlagert würden.

Beim Leinenzwang für Hunde ging vor allem Christopher Cheeseman die neue Verordnung zu weit. Hier sei die Verwaltung über das Ziel hinausgeschossen, begründete er seinen Änderungsantrag. Und auch Wulf-Siegmar Mierke sah " keine Notwendigkeit für eine Reglementierung zu Lasten der Hundebesitzer".

Anette Meyer zu Strohen (CDU) hingegen plädierte aus eigener Erfahrung für eine Verschärfung des Leinenzwangs. Letztlich wurde die Verordnung mehrheitlich verabschiedet.

Das letzte Wort behielt sich der Oberbürgermeister vor. Er übte Kritik an der seiner Meinung nach übertriebenen Diskussion um den Leinenzwang: " In Deutschland gibt es 5, 4 Millionen Hunde, aber nur 4, 6 Millionen Kinder unter sechs Jahren. Der Tierschutz ist in der Verfassung verankert, von Kinderschutz steht da nichts." Auch darüber solle man einmal nachdenken.

Fotountertitel:

Hunde müssen in der Stadt an die Leine, und seien sie auch noch so klein. Foto: Jörn Martens
Autor:
dk


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