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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
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Inhalt:
Überschrift:
Gefahrloser Flug für den Weißstorch
Zwischenüberschrift:
RWE rüstet Kabel aus der Luft um
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
hmd OSNABRÜCK. Das Wohlergehen der Störche erfordert ganzen Einsatz. Zum Beispiel per Hubschrauber. Fachleute der RWE Westfalen-Weser Ems gingen in die Luft, um die Hochspannungsleitung im Bereich des Zoos mit einem Vogelschutz auszustatten.

Problematisch sind die sogenannten Erdkabel, die in etwa 90 Meter Höhe dem Schutz vor Blitzeinschlägen dienen, berichtet Michael Stehr, Betriebsleiter Hochspannungsnetz. Gerade dieses Seil wird aber von Vögeln häufig übersehen. Das könnte auch für den Bereich des Zoos gelten. Das dort untergebrachte, wegen früherer Verletzungen flugunfähige Storchenpaar hat mittlerweile Nachwuchs bekommen. Und gerade Jungstörche sind bei ihren ersten Ausflügen unerfahren, sagt Volker Blüml, ehrenamtlicher Weißstorchbetreuer der staatlichen Vogelschutzwarte Niedersachsen. Zudem möglicherweise angezogen durch die Zoostörche - hat sich am Schölerberg ein frei brütendes Paar angesiedelt, das in den vergangenen Jahren ebenfalls Nachwuchs bekommen hat. Hier bieten sich also Vorkehrungen an.

Kurz nach zehn Uhr morgens heben RWE-Monteur Christian Johann und Pilot Roland Mühl vom Flugunternehmen " Rotorflug" erstmalig ab. In Bodennähe ist der Wind bereits " grenzwertig", sagt Rolf Zander. Zander hat vor einigen Jahren das Verfahren entwickelt, mit dem vom Hubschrauber aus auf einer Arbeitsbühne die Hochspannungsseile überprüft werden können. Das hat verschiedene Vorteile: Trotz hoher Kosten pro Minute beläuft sich die Gesamtsumme auf rund ein Drittel im Vergleich zu konventionellen Methoden. Dazu gehört die Arbeit aus dem Hubsteiger. Der hat zudem den Nachteil, dass er häufig Flurschäden verursacht, manche Bereiche schwer erreichbar sind und die Energieversorgung unterbrochen werden muss. Im Gegenzug bedarf die Hubschrauber-Variante besonderer Sicherheitsvorkehrungen.

Als ein portugiesisches Unternehmen Anfang der 1990er Jahre eine Vorführung startete, wurde der Monteur zwischen Hubschrauber und Hochspannungsseil eingeklemmt. Also entwickelte Zander das System weiter. So darf der Hubschrauber keine Kufen haben, die sich verfangen könnten. Dazu wurde ein Schutzbügel angebracht, so dass der Monteur nicht mehr eingeklemmt werden kann. Bei zu starkem Wind wird die Arbeit abgebrochen. Das passiert auch diesmal. Auf einer länge von 500 Metern will das Unternehmen etwa 20 der schwarz- weißen, rund 50 Zentimeter langen Kunststoffstäbe anbringen. Nach nur zwei Montagen bringt Mühl den Hubschrauber wieder an den Boden. Die Windböen sind schlicht zu gefährlich. Nun sollen morgen - gutes Wetter vorausgesetzt - die Arbeiten fortgesetzt werden. In Brutgebieten und Durchzugsschneisen bringt RWE derzeit die Markierungen an. Bis Mitte des kommenden Jahres sollen 52 Mastfelder mit einer Strecke von rund 13 Kilometern in den Bereichen Lienen, Alfhausen, Grafschaft Bentheim, Meppen und Bad Essen ausgerüstet werden.

Bilduntertitel:
Gutes Wetter erwünscht: Morgen starten Monteur Christian Johann und Pilot Roland Mühl den nächsten Versuch, um die schwarz-weißen Kunststoffstäbe anzubringen. Fotos: Jörn Martens

Sicherheit geht vor: Für ein gefahrloses Arbeiten darf der Wind nicht zu stark sein.
Autor:
hmd


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