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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Lernort erweitert Angebot für Gehörlose
Zwischenüberschrift:
Nackte Mühle: Kommunikation in der Gebärdensprache
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
tw OSNABRÜCK. Normalerweise sind die Mitarbeiterinnen der Nackten Mühle in Haste diejenigen, die anderen etwas beibringen. Für ein neues Projekt mussten sie jetzt jedoch etwas lernen: die Gebärdensprache. Denn seit einiger Zeit besuchen gehörlose Menschen den technisch-ökologischen Lernort. Gertrud Plohr fühlt sich wohl an der Nackten Mühle. Die 76-Jährige ist gern in der Natur. Es ist ihr zweiter Besuch auf dem Gelände an der Nette. Beim ersten Mal haben sie und die anderen Besucher Krauter gesammelt und Salat daraus gemacht. " Ich habe gestaunt, dass man so viel Unkraut essen kann", sagt sie in Gebärdensprache. Nun war sie mit einer Seniorengruppe wieder an der Nackten Mühle. Gertrud Plohr und ihre Mitbewohnerinnen aus dem Karl-Luhmann-Heim haben erfahren, dass die Mühle die Wasserkraft nutzt, um sägen zu können.

Den Senioren hat der Besuch offensichtlich viel Spaß gemacht. Gertrud Plohr weiß, warum: " Wir kommen mal raus und sehen etwas anderes."

Nah am Menschen

Diesen positiven Nebenaspekt schätzt auch Barbara Helmkamp, Geschäftsführerin der Hilfe für hörgeschädigte Menschen in Niedersachsen. Es geht aber um mehr: " Wir können an vielen Dingen nicht teilhaben, weil die Kommunikation oft nicht klappt." Deswegen haben sich die Mitarbeiterinnen der Nackten Mühle die Gebärdensprache angeeignet, um diese Hürde zu überwinden. So profitieren beide Seiten. " Es ist zudem eine Herausforderung. Man muss auf Wörter verzichten und nah am Menschen sein", sagt Björg Dewert, Leiterin des Projektes Nette-Erlebnis.

Björg Dewert und ihre Kollegin Inka Koch haben mittlerweile die Feinheiten in der Kommunikation mit Gehörlosen und ihre Lebenswelt kennengelernt. Der fröhliche Umgang miteinander ist der beste Beleg dafür. " Ziel des Projektes Nette-Erlebnis ist es, mehrfach behinderte Menschen anzusprechen und so eine neue Zielgruppe für die Nackte Mühle zu erschließen", erklärt Urthe Bohnert, Geschäftsführerin des Vereins für Jugendhilfe, dem TVäger der Nackten Mühle.

Das Projekt wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, der Aktion Mensch und der Niedersächsischen Lottostiftung unterstützt. Dank dieser Unterstützung wird Gertrud Plohr wohl noch einige Male die Nackte Mühle in Haste besuchen können.

Bilduntertitel:

Gehörlose Senioren aus dem Karl-Luhmann-Heim sind regelmäßig zu Besuch an der Nackten Mühle. Foto: Hermann Pentermann
Autor:
tw


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