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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Nur für Radfahrer und Fußgänger?
Zwischenüberschrift:
Stadt plant Alternative zur Römerbrücke in Eversburg
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
slx OSNABRÜCK. Alles hat irgendwann ein Ende. Wenn es nach den Plänen der Stadt geht, könnte das alsbald auch für den Autoverkehr auf der Römerbrücke in Eversburg gelten.

An der historischen Brücke im Zuge der Straße " Die Eversburg" nagt zum einen der Zahn der Zeit, vor allem aber entspricht das Bruchsteinbauwerk nicht mehr den Anforderungen des modernen Straßenverkehrs.

Die Brücke ist einspurig, ohne Gehwege und aufgrund ihres baulichen Zustandes in der Tragfähigkeit auf 3, 5 Tonnen begrenzt. Die Brücke einfach abzureissen und an derselben Stelle eine neue bauenl ist allerdings keine Lösung, da die Brücke unter Denkmaschutz steht. Um das Problem zu beheben, soll daher die Straße " Die Eversburg" verschwenkt und eine neue Brücke parallel zur Römerbrücke gebaut werden. Die genauen Pläne zu dem Vorhaben will die Verwaltungin der morgigen Sitzung des Ausschusses für Sladtentwicklung und Umwelt vorstellen.

Laut Jürgen Schmidt vom Fachdienst Straßenbau ist geplant, die Straße " Die Eversburg" zwischen der Hase im Süden und dem Stichkanal im Norden auf rund 250 Meter Länge ein Stück gen Westen zu verschwenken und über dem Altarm der Hase, der zurzeit von der Römerbrücke überquert wird, soll eine neue, zweispurige Brücke entstehen.

Ein Teilstück der dann alten Straße sowie die Römerbrücke sollen den Plänen zufolge als Fuß- und Radweg genutzt werden. Die bereits in den mittelfristigen Finanzbedarf der Stadt eingeplanten Kosten des Projektes liegen bei rund 450 000 Euro.

Nach den Plänen der Verwaltung soll - Zustimmung des Rates vorausgesetzt - mit dem Bau im kommenden Jahr begonnen werden. Wann genau, ist noch offen. Denn laut Schmidt sollen die Arbeiten mit dem Neubau der weiter nördlich gelegenen Kanalbrücke koordiniert werden. Und das wiederum ist ein Projekt der Wasser-und Schifffahrtsverwaltung.

Warum die Römerbrücke Römerbrücke heißt, konnte Osnabrücks Denkmalpfleger Bruno Switala nicht mit Sicherheit sagen. Das Einzige, was er definitiv ausschließen könne, sei, dass irgendwann römische Legionäre über den 1718 errichteten dreibögigen Sandsteinbau marschiert seien, so Switala.

In alten Chroniken heißt es, dass der Name Römerbrücke im Zusammenhang mit der nahe gelegenen Straße " Römeresch" entstanden ist. Der Name Römer wiederum leite sich vom Namen " Röper" ab, also vermutlich dem Namen einer Familie, die seinerzeit den dortigen Boden bewirtschaftete.

Der Neubau von Straße und Brücke könnte nicht das letzte Projekt der Stadt in diesem Gebiet sein. Laut Schmidt wünscht sich der Osnabrücker Kanuclub östlich der Römerbrücke eine Anbindung von der Hase in den Altarm der Hase. Auch dieser Wunsch soll in der morgigen Sitzung angesprochen werden. Ob und wann überhaupt dieses Vorhaben in Form eines rund zweieinhalb Meter breiten Minikanals realisiert werde, sei offen, so Schmidt. Zunächst müsse unter anderem die Frage der Finanzierung geklärt werden.

Bilduntertitel:

Die Tage der Römerbrücke als Fahrzeugbrücke sind wohl gezählt. Die Stadt möchte parallel zur historischen eine moderne Brücke bauen. Foto: Gert Westdörp
Autor:
slx


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