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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Zubehör für stilvolles Wohnen
Zwischenüberschrift:
Die Bierstraße
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Von Marie-Luise Braun

OSNABRÜCK. Mit der Aufschrift " Möbel, Polsterwaren und Decoratlonen" auf dem Nachbarhaus warb die Möbelhandlung Schwenke im Jahr 1906 um Kunden. Das Wohn- und Geschäftshaus stand an der Kreuzung von Bierstraße und Lohstraße (rechts).

Auf der Aufnahme von Rudolf Lichtenberg dominiert das Haus der Möbelhandlung Schwenke, Bierstraße

32A, die Szene. Im Hintergrund sind links noch Ackerbürgerhäuser zu sehen. Diese wurden zu Beginn des 20. Jahrhunderts nach und nach durch modernere Bauten er-set/. t. Zu einem solchen Gebäude zählt auch das Möbelhaus. Auf seinem Grundstück stand kurz zuvor noch ein einstöckiges Haus, in dem der Uhrmacher Karl Kohsiek lebte und arbeitete.

Die Häuser, die im Vordergrund rechts und links am Bildrand zu erkennen sind, verfügen über große Schaufenster: Die Gebäude waren bereits zu " modernen" Geschäftshäusern umgebaut.

Straßenbahnschienen folgen dem Verlauf der Bierstraße. Auf ihnen pendelte die Linie eins zwischen dem Hauptbahnhof und dem Depot in der Lotter Straße. Auf Kurs gegangen war die Elektrische im Januar 1906, also kurz vor der Aufnahme.

Im März 1995 war die Kreuzung für einige Zeit gesperrt: Die Straße wurde aufgepflastert und zeigt Autofahrern seither nicht nur durch Schilder und Sperrbaken an, dass hier die Fußgängerzone in Richtung Rathaus beginnt.

In dem Haus an der Bierstraße 32A befand sich einige Jahre lang eine Zoohandlung. Im November 2001 siedelte die Musikbibliothek vom Ledenhof hierher um. Die Besucher genossen einige Vorteile: Die Räume waren wesentlich heller und verfügten über einen behindertengerechten Zugang.

Bei der Eröffnung wurde es noch als Zukunftsmusik bezeichnet, dass die Musikbibliothek ein gemeinsames Dach mit der Stadtbibliothek findet. Doch schon Anfang 2006 war es so weit: Die Musikbibliothek bezog das Domizil am Markt und bietet sein Programm zum Ausleihen und Anhören an.

Von dem flanierenden Publikum profitiert sicherlich auch der Inhaber des Geschäfts, das nach der Musikbibliothek in das Haus mit der Nummer 32A eingezogen ist. Hier werden seither Utensilien aus aller Welt verkauft, die das Leben und Wohnen angenehmer machen sollen.

Fotountertitel:

Möbel wurden in dem Gebäude an der Kreuzung von Bier- und Lohstraße zum Verkauf angeboten. Das Bild wurde 1906 aufgenommen. Foto: Rudolf Lichtenberg

Auch heute ist das Gebäude ein Wohn- und Geschäftshaus. In dem Haus rechts findet sich das Aktionszentrum Dritte Welt. Foto: Michael Hehmann
Autor:
Marie-Luise Braun


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