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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Feuerwehr von Fanautos ausgebremst
Zwischenüberschrift:
Parkplatzchaos am Vf L-Stadion
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Von Jörn Petring

OSNABRÜCK. Drei Spiele, keine Niederlage. Auf dem Rasen läuft es derzeit rund für den Vf L Osnabrück. Ganz anders sieht das jedoch auf dem Asphalt rund um die os-natel Arena aus: Während sich Anwohner über Parkverbote direkt vor ihren Häusern auslassen, ist Fans besonders der neue " Medienparkplatz" ein Dorn im Auge. Seitenstraßen sind derweil von Falschparkern so sehr verstopft, dass für Einsatzwagen der Feuerwehr kein Durchkommen ist.

Aber der Reihe nach: Für Anwohner sind die 17 Heimspiele, die der VfL pro Saison absolviert, mit mehren Problemen verbunden. Da aus Sicherheitsgründen vor jedem Spiel Parkverbote an der Oststraße und an der Scharnhorststraße eingerichtet werden, müssen Bewohner ihre Fahrzeuge vor jedem Spiel umparken. Da die Straßen während des Spiels um das Stadion für den Autoverkehr teilweise gesperrt werden, können die Wohnungen zudem nur noch zu Fuß erreicht werden. Und manchmal ist auch das nur über Umwege möglich. Werden Fans gegnerischer Mannschaften von der Polizei als besonders gewaltätig bereit eingestuft oder treten größeren Massen auf, werden diese separat zum Stadion eskortiert. Die Oststraße ist dann von der Bremer Straße auch auf dem Fußweg nicht mehr passierbar. Auch die Scharnhorststraße kann dann lediglich über einen großen Umweg über die Wesereschstraße - das heißt einmal komplett ums Stadion - erreicht werden.

Anders sieht die Situation einige Straßenzüge weiter aus. In der zweiten Reihe herrscht Anarchie, zumindest was die Parkmoral vieler Zuschauer angeht: Während des ersten Heimspiels vor drei Wochen verteilte die Polizei allein im Bereich der Ebertallee 70 Knöllchen an falsch parkende Fahrzeuge. Um zu verdeutlichen, wie gefährlich das fahrlässige Verhalten vieler Fans ist, machte die Polizei in Zusammenarbeit mit Feuerwehr und dem OS-Team einen eindrucksvollen Versuch. Eine tonnenschwere Drehleiter der Feuerwehr schickten die Einsatzkräfte beim letzen Heimspiel gegen den SC Paderborn durch die betroffenen Straßenzüge. Die erschreckende Bilanz: An gleich fünf Stellen war für den sperrigen Lkw kein Durchkommen mehr. Auch an der Ebertallee war für den Fahrer der Drehleiter wieder nichts zu machen.

Das Sonderbare: In unmittelbarer Nähe wäre eigentlich ein großer Parkplatz vorhanden. I^ aut Polizei steht der seit dem Aufstieg in die Zweite Liga jedoch nur noch für Medienvertreter zur Verfügung. Viele Fans sind über diese Regelung stocksauer: " Die halbe Fläche wäre immer noch zu viel", regt sich ein VfL-Anhänger über den, wie er sagt, " Luxusparkplatz" auf. Und selbst ein Agentur-Fotograf, der die Fläche am Freitag selbst nutzte, räumt ein: " Hier könnten sechs Helikopter parallel landen. Das ist Schwachsinn." VfL-Geschäftsführer Ralf Heskamp betont indes: " Wir müssen mindestens 60 Stellplätze für Fernsehteams bereithalten. Das ist eine Auflage der Deutschen Fußballliga." Trotz der augenscheinlich unglücklichen Parkplatzsituation an der Ebertallee betont die Polizei: " Andere Parkflächen sind reichlich vorhanden." Die großen Parkplätze an der Halle Gartlago sowie am Schinkelbad seien solche Flächen, die von Fans nur wenig genutzt wurden. Besonders ausgeschildert werden diese Parkplätze derzeit nicht.

Fotountertitel:

" Hier könnten sechs Helikopter parallel landen. Das ist Schwachsinn", fand auch einer der Medienvertreter, für die der Riesenparkplatz reserviert wurde. Ein einsamer Ordner sorgt aber dafür, dass kein Unbefugter sein Auto hier abstellt. Fotos: Jörn Petring

Die Sportbegeisterung der VfL-Fans ist da. Aber das Laufen überlassen einige lieber den Kickern. Großparkplätze an der Halle Gartlage zum Beispiel, von denen man bis zum Stadion noch etwas gehen muss, meiden sie. Dafür sind die Straßen rund ums Stadion dicht. Ein Test ergab: Wenn eine Feuerwehrauto da durch muss, wird' s eng. Fotos: Jöm Petring

Autor:
Jörn Petring


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