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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Kreischen in den höchsten Tönen
Zwischenüberschrift:
Osnabrück beteiligte sich erstmals an der Europäischen Fledermausnacht
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
jptt OSNABRÜCK. Wenn Batman sich seinem Gegner nähert, passiert das meistens auf leisen Sohlen. Der Fledermausmann unterscheidet sich dabei ganz klar von seinen Vorbildern aus der Tierwelt. Dass Fledermäuse regelrechte Schreihälse sind, erlebten Besucher der ersten Osnabrücker Fledermausnacht am Samstag.

Seltsame Geräte waren das, die da auf der Brüstung der Conrad-Bäumer-Brücke am Herrenteichswall auf das scheinbar leblose Flussufer ausgerichtet waren. Zwei Lautsprecher für die Nutzung am PC, eingebettet in einen Holzkästen, gekoppelt mit einem weiteren, für den Laien nicht zu identifizierenden Gerät. Licht ins Dunkel brachte Werner Kirchner vom Fachbereich Umwelt der Stadt Osnabrück. " Das ist ein Frequenzwandler", erklärte Kirchner den Besuchern.

Ein Gerät also, das es ermöglicht, das Kreischen einer Fledermaus auch für das menschliche Ohr hörbar zu machen. Zum Vergleich: Während das menschliche Ohr maximal Geräusche bis zu einer Frequenz von 20 kHz (Kilohertz) erkennen kann, beginnt bei Fledermäusen erst hier der Wahrnehmungsbereich. Und das auch nur in Ausnahmen. " Viele Fledermausarten nehmen Töne in einem Frequenzbereich von 40 bis 60 kHz wahr", weiß Kirchner.

Mit dem Frequenzwandler werden auch diese hohen Töne für das menschliche Ohr hörbar gemacht. Die Frage, die nun alle Besucher brennend interessierte: Wie hört sie sich denn nun an, die Fledermaus? Wie sich am Flussufer herausstellte, eine Frage, die nicht so leicht zu beantworten ist. " Beinahe jede Fledermausart hört sich anders an", erklärte der Naturschutzbeauftragte der Stadt Osnabrück und Fledermausexperte Gerhard Mäscher.

Die an der Hase häufig vertretene Wasserfledermaus klingt durch den Frequenzwandler etwa wie ein ratterndes Maschinengewehr. Andere Arten neigen eher zum Wimmern. Nicht nur für die Ohren, sondern auch für die Augen gab es bei der Fledermausnacht, die gemeinsam vom Fachbereich Umwelt, dem Museum Industriekultur und der Ursulaschule organisiert wurde, einiges wahrzunehmen.

Star des Abends war Breitflügelfledermaus Fritzchen. In einen Napf mit Mehlwürmern, dem Leibgericht der Flattertiere, konnte die Breitflügelfledermaus auch aus der Nähe betrachtet werden. Eines war jedoch klar: Ohne die Verletzung am Flügel, die das Tier am Fliegen hindert, hätte sich Fritzchen diesen Rummel wohl nicht gefallen lassen. Bei vollen Kräften wäre sie ganz schnell mit Maschinengewehr-Geknatter entkommen. Oder vielleicht doch eher gruselig wimmernd?

Fotountertitel:

Ist die süß! Lukas, Maxie und Philipp waren ganz begeistert von Fritzchen, der Breitflügel- federmaus. Foto: Jörn Petring
Autor:
jptt


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