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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Nicht wiederkehrende Buga-Chance wahren
 
Zeit sinnvoll nutzen
 
Eindimensionale Diskussion
Zwischenüberschrift:
Zur aktuellen Diskussion um die Bundesgartenschau 2015 und den am 6. März veröffentlichten Leserbriefen sowie zum Artikel Gewinn wird bewusst ausgeblendet -Studie belegt wirtschaftliche Impulse fur
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zur aktuellen Diskussion um die Bundesgartenschau 2015 und den am 6. März veröffentlichten Leserbriefen sowie zum Artikel Gewinn wird bewusst ausgeblendet - Studie belegt wirtschaftliche Impulse für Osnabrück" (Ausgabe vom 12. März).

«Die Leserbriefe zur Buga 2015 spiegeln die Meinungsvielfalt unter den Bürgern von Osnabrück und Umgebung wider. Die Initiatoren eines Bürgerbegehrens nutzen alle Taschenspielertricks, die ihnen einfallen. Für den Jugendhilfetag waren auch positive Beschäftigungseffekte hochgerechnet worden. Tatsächlich wurde es für die Stadt Osnabrück zum Desaster. Die Ergebnisse werden nicht besser, wenn man sich auf Gefälligkeitsgutachten berufl. Gutachten beruhen auf Annahmen und Voraussetzungen. Wenn diese Annahmen und Voraussetzungen nicht eintreffen, ist auch das erwartete Ergebnis von 2500 Vollzeitbeschäftigten Makulatur. In einem Gutachten wird mit wissenschaftlichen Worten das bestätigt, was man schon lange selbst wusste und weiß. Ein Sonderopfer, wie es Herr Hunsicker in seiner Zuschrift vorschlägt, ist rechtlich nicht durchsetzungsfähig, weil für die Buga im Gegensatz zur Abwasserentsorgung kein zwingender Bedarf besteht. [...] Die mit Sicherheit zu erwartenden Folgekosten nach der Buga werden von allen Beteiligten wohlweislich verschwiegen. Glaubt denn jemand ernsthaft, dass nach dem Ende der Buga noch jemand bereit ist, für das Betreten des Piesbergs Eintrittsgeld zu zahlen? Im Zweifelsfalle kostet dann das Personal an den Kartenhäuschen mehr als der Verkaufserlös aus den Eintrittskarten, insbesondere an kalten und regnerischen Tagen.

[-..]"

Dr. Klaus Busch
Gluckstraße 32b
Osnabrück

Zeit sinnvoll nutzen

"[...] hier einige weitere Gedanken zum Thema: Wiederholt wird die Fläche der ehemaligen Mülldeponie mit dem potenziellen Buga-Gelände gleichgesetzt, und Herr Korte ist meines Erachtens der falschen Annahme über eine Entscheidung in Hannover: Nicht die Förderung zukünftiger Bugas wurde abgelehnt, beziehungsweise infrage gestellt, sondern die von Landesgartenschauen. Das sind aber zwei verschiedene Veranstaltungen. Das ganze Thema des Bürgerbegehrens ist doch schlussendlich auf einen Punkt zu bringen: Es geht nicht darum, blindlings in unkalkulierbare Risiken zu laufen, sondern lediglich vorerst die Option auf eine für Osnabrück wohl nicht wiederkehrende Chance zu wahren. Es kann von den Initiatoren des Bürgerbegehrens nicht ernsthaft erwartet werden, dass diese plötzlich eine vollends ausgereifte Komplettlösung einer Buga-Gestaltung inklusive Nachnutzung aus dem Hut zaubern. Das wird auch durch die gesetzlichen Regularien eines Bürgerbegehrens nicht vorgeschrieben, da dieses nicht über die Durchführung der Buga abstimmen will, sondern lediglich über eine Fortführung der Bewerbung um eine Buga. Die verbleibende Zeit bis zur endgültigen Entscheidung - voraussichtlich im Herbst 2008, nachdem Anfang 2008 die Landtagswahlen waren - über mögliche Förderzuschüsse aus Hannover, Brüssel und gegebenenfalls anderen Quellen kann noch sinnvoll genutzt werden, um tragfähige Konzepte zu erarbeiten. Geldquellen übrigens, die nur zweckgebunden für eine Buga nach Osnabrück fließen könnten und für andere Projekte, zum Beispiel Schulen und Kindergarten, welche mindestens genauso wichtig sind, nie zur Verfügung stehen würden. Und sollten dann die Finanzierungszusagen nicht mit den Kostenberechnungen in Einklang zu bringen sein, so kann der Rat mit all seiner Weisheit und nach Abwägung aller Pros und Contras den Traum von der Buga noch immer mit ruhigem Gewissen begraben. Denn: Derzeit gibt es noch immer keinen ernst zu nehmenden Ersatzkanditaten für eine Buga in 2015, so dass man Osnabrück mit der Einmaligkeit eines Piesberggeländes gerne wieder die Chance einer Kandidatur einräumen wird. Und bis Ende 2008 werden auch noch keine Konventionalstrafen fällig, sofern dann doch die endgültige Absage vom Rat der Stadt mangels Finanzierungzusagen kommen sollte. Zudem muss jedem auch klar sein, dass die neu zu entwickelnden Plane für den nun vom Rat anvisierten Kultur- und Landschaftspark Piesberg auch (viel) Geld kosten werden, sowohl für Investitionen als auch für den späteren Unterhalt. Heute gilt es aber für jeden Osnabrücker zu entscheiden, ob man eine einmalige Chance für Stadt und Landkreis bereits vorzeitig ohne Not und Risiko aufgeben möchte!" Axel Mauersberger Richthofenweg 20a Osnabrück

Eindimensionale Diskussion

Die Diskussion rund um die Buga 2015 verwundert mich teilweise doch ein wenig. Das Thema Buga wird nach meinen Eindrücken zumeist eindimensional diskutiert, indem nur über die Risiken, nicht aber über die enormen Chancen gesprochen und damit die Buga kaputt geredet wird. Als gebürtiger Osnabrücker konnte ich während meiner beruflichen Tätigkeit in Magdeburg hautnah erleben, wie eine Buga eine ganze Region beleben kann! Und das nicht nur während der Buga, sondern auch danach! Die damaligen Buga-Highlights wie Jahrtausendturm und Schmetterlingshaus sind nach wie vor überregional ausstrahlende Attraktionen, das gesamte Buga-Gelände mit seinen großen Grünbereichen ist auch heute noch ein Naherholungsgebiet, das der gesamten Bevölkerung zusätzliche Lebensqualität vermittelt. Und man ist in Magdeburg auch Jahre nach der Buga gerne bereit, für diesen Freizeitwert mit einem Tagesticket oder einer Jahreskarte zu bezahlen. Viele zusätzliche Sonderveranstaltungen ziehen Tausende in dem herrlichen Areal in ihren Bann, vom Ballonglühen über Osterfeuer, historischen Markt oder Ritterspiele. All diese Chancen bieten sich nun auch unserer Region - und das in der canyonartigen, einmaligen Kulisse des Piesberges, für dessen Renaturierung sowieso Mittel eingesetzt werden müssen. Warum dann nicht gleich richtig, mithilfe der sich abzeichnenden Drittmittel? Auch in Magdeburg gab es zu Beginn kritische Stimmen vor dem Hintergrund der vielfaltigen Probleme einer Großstadt in den neuen Bundesländern. Aber in Magdeburg wurden auch die Chancen einer Buga diskutiert - und diese Chancen hat man beim Schopf gepackt und genutzt. Heute ist die Meinung einhellig. Die Buga war und ist ein Gewinn für Magdeburg! Osnabrück sollte sich hieran ein Beispiel nehmen und nicht ohne Not die perspektivischen Chancen einer Buga 2015 fahrlässig aus der Hand geben."

Frank Stöckel
Joh.-Kirchner-Weg22
Hasbergen
Autor:
Dr. Klaus Busch, Frank Stöckel


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