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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Diese Titanic sank nicht
Zwischenüberschrift:
Kinder bauten Schiffe aus Recycling- und Naturmaterial
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
tw OSNABRÜCK. Rund um das Museum Industriekultur arbeiteten früher Männer im Bergbau. Obwohl dort heute noch riesige Maschinen zu sehen sind, wurden nie Schiffe auf dem Gelände gebaut. Das änderte sich am Donnerstagabend, als Kinder sich in Pye als Schiffsbauer und Reeder betätigten.

Aus Naturmaterialien wie Baumrinde oder Vogelfedern, die als Segel dienten, und Dingen wie Eierpappe, Milchpackungen oder Plastikflaschen bastelten die Mädchen und Jungen im Pferdestall des Museums Schiffe, Boote und Flöße. Einige haben sich gleich, eine ganze Flotte gebaut. .. Bei uns am Piesberg sind Themen wie Wasser, Müll und Natur senr präsent", sagte Margret Baumann vom Museum Industriekultur.

Aus einer alten Plastikflasche, die in der Mitte durchgeschnitten wurde, hat Pia (10) mit farbigem Papier ein buntes Boot gestaltet, in dem zwei Teelichter schwimmen. ,, Für Fracht- oder Personenverkehr ist das Boot aber nicht geeignet", meinte sie grinsend. Einen Wunsch konnten die Kinder ihren Schiffen mit auf die Reise geben. Für Pia war das nicht nötig: Sie ist nach eigenen Angaben wunschlos glücklich.

Pias Bruder Jörn (9) hat einen Wunsch, den er aber nicht verraten wollte. Sein Dreimaster ist ein Piratnschiff, auf dem sieben Teelichter für Festbeleuchtung sorgten. Jörn taufte sein Schiff auf don für Seeräuber unüblichen Namen Titanic. Den gleichnamigen Film findet er besser als ,, Fluch der Karibik".

Als die Kinder ihre Boote in einem Tümpel zu Wasser ließen, wurde es spannend. Auch Jörn war nervös, als es so weit war. Die Titanic glitt gemächlich ins Wasser und bahnte sich majestätisch ihren Weg. Aber dann: Das Schiff geriet in Schieflage und drohte zu sinken. Jörn jubelte: ,, Cool, es geht unter. Genau das habe ich mir gewünscht." Doch anders als die echte Titanic hielt sich Jorns Nachbau über Wasser. Auf dem Tümpel gab es ja auch keine Eisberge, mit denen seine Titanic hatte zusammenstoßen können. Rieke (8) hatte einen ganz anderen Wunsch als Jörn. ,, Ich habe mir gewünscht, dass ich lange lebe", sagte sie. Dann kann sie auch oft mit einem Schiff übers Meer fahren. Als sie einmal von Cuxhaven zu einer Nordseeinsel gefahren ist, hat sie Geschmack an der Seefahrt gefunden. Schlecht ist ihr bei der Schaukelei auf See nicht geworden. ,, Aber meinem Papa", erzählte sie lachend. Das nasse Element erlebt Rieke aber am liebsten nicht auf einem Boot, sondern wenn sie selbst darin schwimmt.

Kinder, die erfahren möchten, wie Lebewesen im Wasser leben, können am Montag von 10 bis l2 Uhr mit dem Umweltmobil des Umweltbildungszentrums den Sandbach am Gartlager Weg erforschen. Anmeldung unter der Nummer 560030.

Bilduntertitel:

Ein Lichtermeer aus kleinen Booten und Schiffen. die mit Teelichtern bestückt waren, zauberten die Kinder am Donnerstagabend auf einem Tümpel am Museum Industriekultur. Fotos: Egmont Seiler
Autor:
tw


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