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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
MEIN FAHRRAD & ICH
Zwischenüberschrift:
Ich bin dann mal in der Klinik
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Ich weiß es noch wie heute: Als ich am 14. Dezember 2004, so etwa gegen 19 Uhr, der Erdanziehungskraft gehorchend, Richtung Asphalt rauschte, machte es einmal deutlich spürbar " Knack" im rechten Knie. Noch vor dem Aufschlag auf der regennassen Fahrbahn stand für mich die Diagnose fest: " Die Bänder sind hin." Was war passiert? Eine Autofahrerin hatte mich mit ihrem Kleinwagen beim Rechtsabbiegen vom Erich-Maria-Remarque-Ring in den Nonnenpfad abgedrängt und zu einer Vollbremsung gezwungen, die in den freien Fall mündete. Denn die Straße war ebenso schlüpfrig wie die Verwünschungen, die ich der Dame hinterherschickte.

" Willst du jetzt tatsächlich noch weiter mit dem Rad fahren?" Nicht nur einmal bekam ich diese Frage zu hören, nachdem die Ärzte im Klinikum sich zweimal Zugang in das Innere meines Kniegelenks verschafft hatten, um dort umfangreiche Reparaturarbeiten vorzunehmen. Trotz der Schmerzen und anderer Folgen des Unfalls gibt es für mich auf diese Frage von Freunden und Kollegen nur eine Antwort: " Klar fahre ich weiter mit dem Rad."

Die Freude am Radfahren können mir rücksichtslose Autofahrer nicht nehmen. Und außerdem bin ich Kummer gewohnt, war mir doch kurz zuvor schon ein Straßenschild in den Weg gesprungen, hatte mich bei voller Fahrt an der Schulter gepackt und aus dem Sattel gerissen. Das tat auch ganz schön weh. Nein, nein. Keine Sorge. Mein Fahrrad und ich bleiben unzertrennliche Freunde. Uns kann kein Autofahrer und kein Schild trennen. Schließlich sind wir zusammen groß geworden. Was würde ich ohne die tägliche Dosis Frischluft und Bewegung machen. Ich kann mit dem Rad zur Arbeit fahren, ich kann meine Termine mit dem Rad wahrnehmen, und was das Schönste ist - ich bin mit meinem Silberflitzer auch ohne Doping allemal schneller am Ziel als mit dem Auto. Es sei denn ich muss unterwegs in eins der Osnabrücker Krankenhäuser. Dann dauert es etwas länger.
Autor:
Dietmar Kröger


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