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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Nicht wegwerfen, sondern anziehen und gut aussehen
Zwischenüberschrift:
Wie Ferienkinder aus Müll schicke Mode machen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
OSNABRÜCK. Im Gemeinschaftszentrum Lerchenstraße raschelte es gestern. 16 Mädchen und 4 Jungs waren in dünne Mülltüten gekleidet, die mit Alufolie, Kronkorken, Bierdeckeln, Klopapierrollen, Watte oder Plastikbechern verziert waren. Eigentlich wären diese Dinge schon längst auf der Müllhalde gelandet. Die Kinder machten daraus Mode.

Die Modenschau, bei der die Mädchen und Jungen über zusammengestellte Tische liefen, war eher zweitrangig. Im Vordergrund standen die Basteleien mit den Dingen, die sonst im gelben Sack oder im Hausmüll landen. Viele Sachen, die oft achtlos weggeworfen werden, sind aber - mit etwas Fantasie - noch gut zu gebrauchen. Also vergrößerten die Kinder im GZ Lerchenstraße nicht den Müllberg, sondern verschönerten sich.

Die Mode, die die 20 Kinder bastelten, war nicht nur schön anzusehen, sie war auch zu hören. Immer wenn die jungen Modeschöpfer über die Gänge des Gemeinschaftszentrums huschten, raschelten die dünnen Mülltüten.

Zum Glück sind Ferien. In der Schule würden die Kinder mit ihren neuen Anzügen eher unangenehm auffallen. " Das ist peinlich", sind sie sich einig. " Könnte man ja mal machen", überlegt allerdings Kim (10 Jahre alt). Victor (8) stimmt ihr zu: " Ist doch cool." Die beiden meinen, dass sie ruhig mal was Verrücktes machen und was Lustiges anziehen könnten.

Sabina (10), die ihr grünes Gewand aus Plastik mit Bierdeckeln, Schaumstoff und Kronkorken entworfen hat, glaubt, dass ihre Mutter ihre Mode gut finden würde. Sie hat angekündigt, in ihrem neuen Aussehen nach Hause zu gehen: " Dann drehen sich alle nach mir um."

Mode, da waren sich alle Kinder einig, ist nicht nur für Mädchen da, auch wenn das manche Leute denken. Mode besteht auch nicht allein daraus, Sachen anzuziehen, erklärten die Nachwuchs-Designer. Sie hat auch viel mit Kreativität und Erfindungsgabe zu tun. Deswegen gaben sie ihren Kleidern auch gleich Namen: " Das Irgendwas", " Das Getränk" oder schlicht " Schönheit".

Morgen wird im Mädchenzentrum ab 10 Uhr übrigens wieder Mode gestaltet. Anmeldungen sind möglich unter der Telefonnummer 0541/ 323-3062.

FERIENKIND

Sie mag Mode

tw OSNABRÜCK. Eine Karriere als Top-Model könnte sich Nadine Koben (11) gut vorstellen. Sie würde es nicht wegen des Geldes oder des Ruhms machen, sondern aus Spaß. " Man fliegt durch die Welt, zeigt Mode und lernt Leute kennen", sagt sie. Dass alle Leute sie angucken würden, wenn sie auf dem Laufsteg Mode präsentiert, fände sie toll. Ihr Vorbild ist Barbara Meier, die bei " Germany' s Next Top-Model" gewonnen hat. Nadine weiß zwar nicht genau, was sie auf dem Laufsteg machen müsste. Aber als sie der Tante einer Freundin, die Mode-Designerin ist, bei der Arbeit zugesehen hat, wusste sie genau, dass sie Model werden will.

Bildunterschrift: Selbst gebastelte Mode aus Dingen, die sonst im Müll landen, präsentierten 20 Nachwuchs-Designer gestern im Gemeinschaftszentrum Lerchenstraße.

Foto: Michael Hehmann
Autor:
tw


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