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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Umweltausschuss wartet auf Messergebnisse
Zwischenüberschrift:
Probleme um Eisengießerei in Eversburg: Gewerbeaufsicht weist Kritik zurück - Jeder hat ein Recht auf Auskunft
Artikel:
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Originaltext:
OSNABRÜCK. Eigentlich hätte der Umweltausschuss über die Probleme mit der Eisengießerei Borgelt in Eversburg gerne nicht öffentlich gesprochen. Aber das gefiel den Anwohnern, die zur Sitzung gekommen waren, überhaupt nicht. Nachdem sie protestiert hatten, rückte das Thema doch auf die Tagesordnung des öffentlichen Teils.

Neue Informationen gibt es indes nicht. " Wir haben noch keine erschöpfende Antwort vom Gewerbeaufsichtsamt bekommen", sagte Franz Schürings, Leiter des Fachbereichs Städtebau. Das Amt berufe sich auf das " laufende Verfahren". Einige Kommunalpolitikerübten deutliche Kritik am Gewerbeaufsichtsamt. " Seine Informationspolitik scheint eine einzige Katastrophe zu sein", schimpfte SPD-Fraktionschef Ulrich Hus. Er empfinde es als merkwürdig, wenn der Ausstoß von Schadstoffen nur gemessen werde, wenn dies vorher angekündigt worden sei. " Warum gibt es denn keine unangemeldeten Kontrollen?"

Anwohner in Eversburg klagen seit einiger Zeit über Lärm, Staub und Erschütterungen, verursacht von der Eisengießerei an der Triftstraße. Das Unternehmen ist seit 1913 in Eversburg ansässig. Im Laufe der vergangenen Jahrzehnte sind um das Firmengelände herum immer mehr Wohnhäuser gebaut worden. Dieser Umstand erweist sich nun als nicht sehr glücklich.

Dennoch: Angesichts der " gewachsenen Strukturen" müssten die Firma und die Anwohner nun einmal Rücksicht aufeinander nehmen, forderte Franz Schürings. Die Stadt müsse auch an die Interessen des Unternehmens mit seinen Arbeitsplätzen denken, sagte Ulrich Hus.

Das Gewerbeaufsichtsamt weist die Vorwürfe der Politiker zurück. Das Amt veröffentliche von sich aus generell keine Messergebnisse, sagte der stellvertretende Leiter Dr. Jürgen Bobe. Allerdings: Jeder Bürger hat ein Recht darauf, dass ihm auf Antrag solche Daten mitgeteilt werden. So will es das Umwelt-Informationsgesetz. " Dieses Recht ist einklagbar", erläutert Jürgen Bobe. Dass Messungen nach vorheriger Absprache vorgenommen würden, sei durchaus sinnvoll. Nur wenn die Anlage auf Höchstleistung laufe, seien die Messergebnisse aussagekräftig. " Wir kontrollieren aber auch unangemeldet", versichert Bobe.

Nach den jüngsten Beschwerden war die Gewerbeaufsicht aktiv geworden und hatte ein ganzes Gutachten-Paket über die Firma Borgelt in Auftrag gegeben. Erste Ergebnisse zeigen, dass es Überschreitungen beim Lärm gibt.

Weitere Messungen laufen. In Gesprächen mit der Firma will die Gewerbeaufsicht klären, was gegen erhöhte Immissionen zu tun ist. Was verhandelt wird, darüber will das Amt in der Tat erst dann Auskunft geben, wenn konkrete Ergebnisse vorliegen.
Autor:
jb


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