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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Für manche eine wahre Plage, für andere ein Heimtier
Zwischenüberschrift:
Der weltweit bekannteste Nager - die Hausmaus
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
OSNABRÜCK. Die Hausmaus ist wahrscheinlich das bekannteste Nagetier weltweit. Sie schloss sieh schon vor 8000 Jahren dem Menschen an, nachdem dieser begonnen hatte, Getreide anzubauen. Ursprünglich lebte der kleine Nager vermutlich in den Grassteppen Osteuropas und des Mittleren Ostens.

Viele Hausmäuse leben auf Bauernhöfen, in Getreidesilos, Scheunen, Schuppen, Ställen und Kellern, mitunter in Wohnhäusern, besonders im Winter. Sie fressen Samen, grüne Pflanzenteile, Insekten und menschliche Nahrungsmittel, generell bevorzugen sie Getreidekörner. Sofern reichlich Nahrung vorhanden ist, sind Hausmäuse sehr anpassungsfähige Tiere. Man hat sogar einige gefunden, die in Kühlhäusern mit Gefrierfleisch lebten und sich vermehrten.

Auch Gerlinde Timm im Stadtteil Wüste, hat in ihrem Geräteschuppen Hausmäuse und ist davon nicht angetan. Nun hilft ihr der Schüler Jasper Wiese mit seiner Lebendfalle. Jeden Morgen schaut nun Jasper neugierig bei seiner Nachbarin in den Geräteschuppen. Sitzt eine Maus in der Falle, dann trägt sie der kleine Naturfreund vorsichtig 100 Meter weiter in ein angrenzendes Waldstück und lässt sie dort frei.

An den mausgrauen Nagern scheiden sich die Geister. Die Tiere gelten weit und breit als große Schädlinge, die durch den Menschen in der ganzen Welt verbreitet wurden. Als Labormäuse jedoch sind sie dem Menschen im Bereich der Medizin und der Verhaltensforschung von sehr großem Nutzen. Ängstliche Zeitgenossen steigen vor allem in Witzen schon einmal auf den Tisch, wenn eine Maus auf dem Boden entlangflitzt.

Kinder lieben Mäuse

Kinder allerdings lieben Mäuse. Viele von ihnen halten sich weiße Mäuse als Heimtiere, andere domestizierten Vorfahren der Hausmäuse. Auch schmökern sie eifrig in Heften wie " Micky Maus" oder " Tom und Jerry" und freuen sich riesig, dass es dem tollpatschigen Kater trotz ungezählter Versuche bis heute nicht gelungen ist, die schlaue Maus Jerry zu fressen.

Hausmäuse vermehren sich nicht schneller als andere Mäusearten. Im Freiland sind bis zu vier Würfe pro Jahr bekannt. Finden die Tiere in Gebäuden reichlich Futter und Schutz vor Kälte, können sie sich das ganze Jahr hindurch vermehren. Dann sind fünf bis sieben Würfe im Jahr mit jeweils fünf, sechs oder sieben Jungen durchaus normal.

Zahlreiche Feinde und Mausefallen indes sorgen dafür, dass die Mäusebestände nicht in den Himmel wachsen. Bei hohen Populationsdichten regulieren die Hausmäuse sich selbst. Die Weibchen werfen dann nicht so oft, und viele Jungtiere sterben frühzeitig.

DI« putzigen Tierchen stoßen bei menschlichen Mitbewohnern nicht immer auf Zuneigung.

Foto: Bernhard Volmer
Autor:
Gerhard Kooiker


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