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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Saharastaub weht bis Osnabrück
Zwischenüberschrift:
Museum Schölerberg informiert
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
OSNABRÜCK. Die europaweit erste und bislang einzige Ausstellung zum Thema " Staub" ist bis zum 2. Dezember im Museum am Schölerberg - Natur und Umwelt - unter dem Titel " Staub - Spiegel der Umwelt" zu sehen. Entwickelt wurde sie vom Wissenschaftszentrum Umwelt der Universität Augsburg.

Vor dem Hintergrund der öffentlichen Diskussionen über Feinstäube und über die Chancen und Risiken nanoskaliger Materialien ist es das Ziel der Ausstellung, auf verständliche und unterhaltsame Weise über das Verhalten staubfeiner Partikel zu informieren.

Ein Satellitenfoto der Erde liefert den Hintergrund für das Plakat, mit dem das Museum am Schölerberg für die Staub-Ausstellung wirbt. Es zeigt Staubfahnen über Westafrika und den Kanarischen Inseln. Immer wieder werden durch Stürme in der Sahara große Mengen feinen Staubs aufgewirbelt und hoch in die Atmosphäre verfrachtet. Da die Staubteilchen nur wenige Tausendstelmillimeter groß sind, kann der Staub über weite Entfernungen transportiert werden.

Über dem Sonnenparadies der Kanarischen Inseln wird die Sonne von einem gelblichen Schleier überdeckt, wenn wieder einmal ein Staubsturm weht. Das ist eine Wetterlage, die dort wegen der ansteigenden Temperaturen auch Calima genannt wird und wenige Tage anhält. Der Staub kann sogar bis in die Karibik transportiert werden. Gelegentlich wird der feine Sand aus der Sahara auch über das Mittelmeer hinweg bis in unsere Breiten geweht. Er lagert sich dann beispielsweise auf den Autos ab. Auch in Osnabrück wurde das schon beobachtet. In der Ausstellung sind solche Staubteilchen zu sehen, in mikroskopischen Aufnahmen fallen sie besonders durch ihre scharfe Kanten auf.

Die Aerosole, wie die Schwebteilchen in der Atmosphäre auch heißen, können nach neueren Forschungen das Klima über weite Bereiche beeinflussen. Neben den Staubteilchen gehören dazu vor allem kleinste Salzteilchen, die über den Ozeanen in die Atmosphäre gelangen, aber auch industrielle Abgase. Über der Sahara wird die Luft in den bodennahen Schichten kühler, während der Staub die Luft in größeren Höhen erwärmt. Wie die Computersimulationen zeigen, können sich solche Störungen weit über die Sahara bis nach Sibirien auswirken. Dadurch ändert sich über weite Regionen die Luftdruck-und Temperaturverteilung.


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