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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Lernen mit Lehm
Zwischenüberschrift:
Künstler baut mit Schülern afrikanische Hütten
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Lernen mit Lehm

Künstler baut mit Schülern afrikanische Hütten

rei OSNABRÜCK. Wie leben Menschen in Afrika? Das vermittelt der Künstler Franz-Josef Lotte mehreren Schulklassen in der Reihe " Afrika macht Schule" des Afrika-Festivals. Eine Klasse ist die 3a der Diesterwegschule.

" Schuhe aus, Hosen hochkrempeln und rein in den Lehm. Bevor die Drittklässler die Wände ihrer Modellhütten mit Lehm verkleiden, müssen sie ihn feststampfen. Dazu haben Lotte und die Klassenlehrerinnen Beate Michalski und Brigitte Lange drei Bottiche auf dem Schulhof aufgebaut Lehm und Sand sind darin. " Ich habe außerdem trockene Sägespäne dazugetan, weil die Kinder noch so leicht sind", sagt Lotte. Lehm stampfen ist harte körperliche Arbeit Aber sie macht den Drittklässlern offensichtlich viel Spaß, auch wenn sie danach ihre Füße waschen müssen. Lotte hätte den Lehm auch fertig im Handel kaufen können. " Ich finde es aber wichtig, die Kinder spüren zu lassen, wie das ist, Lehm zu stampfen", sagt er. Vor dieser Prozedur hat er ihnen schon einiges über Afrika erzählt " Es gibt in Afrika nicht nur Rundhütten, sondern viele verschiedene Häuser", erklärt Lotte. Deshalb hat er den Kindern Fotos aus verschiedenen Orten auf dem Kontinent gezeigt. In der Hauptstadt Nairobi etwa sehen die Gebäude genauso aus wie in Europa. Anders wird das, wenn es weiter in die Slums geht. " Afrika hat viele verschiedene Gesichter", sagt Lotte.

Künstler Franz-Josef Lotte zeigte den Kindern am Modell, wie die Hütten eines Stammes aus Nordghana gebaut werden.

Seit er eineinhalb Jahre in Brasilien gelebt hat, weil er " Land und Leute kennenlernen wollte", beschäftigt sich Lotte mit Lehmhütten und Gebäuden in anderen Ländern. Schon beim ersten Afrika-Festival 1997 war er mit einem Projekt zu diesem Thema dabei. Dieses Mal hat er mit je zwei Klassen an der Diesterwegschule und der Heinrich-Schüren-Schule sowie einer Klasse der Anne-Frank-Schule Lehmhütten gebaut An der Anne-Frank-Schule hat er mit einer anderen Klasse außerdem Recyclingspielzeug gebastelt

Doch Franz-Josef Lotte geht es um mehr als um die Hütten. " So kann ich Kultur kreativ und handgreiflich deutlich machen", sagt er. Das Modell, das die Kinder bauen, ist den Rundhütten des Kusani-Stammes aus Nordghana nachgebildet. Lotte hat den Kindern zuvor das Modell eines Kusani-Ge-höftes mitgebracht, das aus 16 Hütten besteht und in dem jedes Familienmitglied seinen festen Platz hat.

" Ihr müsst darauf achten, dass ihr auch die Zwischenräume mit Lehm füllt", weist Lotte die Kinder an, als es darum geht, die geflochtenen Wände der Modelle mit Lehm zu verkleiden. Eifrig machen sich die Kinder ans Werk. " Mein Vater hat auch schon solche Hütten gebaut", erzählt Jorit. Sein Vater kommt aus Nigeria und hat in der Schule auch Modelle von Lehmhütten gebastelt.

Lehm stampfen ist harte körperliche Arbeit. Aber sie machte den Drirtklässlern (v. l.) Jonathan, Philipp und Claudia offensichtlich viel Spaß, auch wenn sie danach ihre Füße waschen mussten.

Fotos:
Hermann Pentermann
Autor:
rei


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