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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Was wäre wenn ... der Neumarkt zum Verweilen einlädt?
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Von Thomas Wübker

Seit 19 Jahren hat Helma Klein den Neumarkt jeden Tag direkt vor der Tür ihres Arbeitsplatzes. Sie ist Filialleiterin in einem Kaffeegeschäft. Wie sähe der Neumarkt aus, wenn sie ihn neu gestalten würde?

Den Ist-Zustand des Platzes findet Helma Klein unbefriedigend. " Der Tunnel wurde vergurkt, weil er zum Beispiel für Rollstuhlfahrer schwer befahrbar ist. Er hätte komplett offen bleiben müssen", sagt sie leicht verärgert und fragt sich verwundert: " Es wurde so viel Geld in die Sanierung gesteckt - jetzt wird nur die Hälfte des Tunnels genutzt."

Auch oberhalb des Tunnels sieht Helma Klein kleine Ärgernisse. Die Skulptur " Knieender Knabe" betet fast einen Laternenpfahl an, berichtet sie und lacht auf. Sie würde den ganzen Neumarkt verschönern, ihn begrünen. Aber Helma Klein winkt ab: " Ich bin ja nicht kompetent. Ich weiß auch nicht, wie das finanziell aussieht."

Helma Klein arbeitet fast jeden Tag am Neumarkt

Wie ein Wohnzimmer sieht der Neumarkt nicht gerade aus. meint Helma Klein. Sie hat ihn fast jeden Tag von ihrem Arbeitsplatz aus vor den Augen. Foto: Egmont Seiler

Eins weiß sie aber genau: Der Gebäudekomplex, der an der Ecke Johannisstraße / Neumarkt steht, da soll was Schönes entstehen nach dem Vorbild des neuen Sparkassen-Gebäudes an der Möserstraße. Sie schwärmt vor allem von dem Innenleben des Gebäudes. So etwas Ähnliches schwebt ihr auch für den Beginn der Johannisstraße vor: " Innenhöfe mit kleinen Geschäften oder Boutiquen. Man braucht eine interessante Straße, die Abwechslung bietet." Nachdrücklich sagt sie, dass Osnabrück ein eigenes Gesicht bekommen müsse und dass niemand nach Braunschweig oder anderen Städten gucken sollte.

Der Weg von der Großen Straße in die Johannisstraße führt über den Neumarkt. Die jetzige Übergangsregelung ist Helma Klein zu chaotisch; vor allem Radfahrer seien benachteiligt. Den Verkehr will sie aber nicht vom Neumarkt verbannen. Dafür findet sie die Idee gut, aus der Johannisstraße bis zur Kirche eine Fußgängerzone zu machen. Sie sollte aber wie die Große Straße abwechslungsreich sein. " Die Passanten müssen die Möglichkeit haben, auch mal verweilen zu können", meint sie und zeigt vielsagend auf den Platz vor ihrem Geschäft. Der ist ihrer Meinung nach nackt und unattraktiv.

Helma Klein wünscht sich einen Neumarkt, der begrünt ist und zum Verweilen einlädt. Natürlich ist sie Kauffrau, sie ist aber auch Osnabrückerin. Einerseits hat sie die Interessen ihres Geschäfts und des Einzelhandels im Blick, andererseits möchte sie den zentralen Platz ihrer Heimatstadt nicht verschandelt sehen: " Mir ist wichtig, dass der Neumarkt mehr Lebensqualität bekommt. Deswegen brauchen wir kein großes Kaufhaus, sondern mehr Atmosphäre."
Autor:
Thomas Wübker


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