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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Eine Ruine und ein Nichts
Zwischenüberschrift:
Der Stüveschacht und das Piesberger Schützenhaus
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Das Zechengebäude des Stüveschachtes (links) und das Piesberger Schützenhaus zeigt diese Ansichtskarte von 1929.

Eine Ruine und ein Nichts

Foto: Ansichtskarte.

Von Marie-Luise Braun

OSNABRÜCK. Zu sehen ist: nichts. Das Piesberger Schützenhaus, erbaut 1861 vom Piesberg-Osnabrücker Schützenverein, steht schon lange nicht mehr. Vom Stüveschacht hingegen ist heute noch eine Ruine erhalten. Das Gebäude mit den markanten Rundbogenfenstern wurde 1873 in der Nachbarschaft errichtet.

" Gegründet wurde der Schützenverein 1858 von Osnabrücker Kaufleuten und Piesberger Bauern", sagt Dr. Jürgen Feldkamp, Ehrenpräsident des Vereins, der heute Piesberger Schützenverein heisst. Drei Jahre später wurde das geräumige Vereinsheim aus Bruchstein erbaut.

Doch bereits 1896 zog der Schützenverein in die Gaststätte Tepe um, die an der Grenze zu Hollage stand. Der Grund: Viele Mitglieder des Vereins kamen aus dem Nachbarort. Auch als die Hollager Mitglieder 1920 ihren eigenen Schützenverein gründeten, kehrte der Piesberger Verein nicht an die Lechtinger Straße zurück.

Er fand im Kaffeehaus am Piesberg seinen Platz, dem heutigen Gasthaus Siebenbürgen. 1971 ließ sich der Schützenverein ein neues Heim erbauen. Es steht an der Hölderlinstraße.

Drei Jahre später trat mit Helene Feldkamp die erste Frau dem Verein bei. 1983 feierte der sein 125-jähriges Bestehen. In seiner Ansprache zum Jubiläum betonte der damalige Vizepräsident des Nordwestdeutschen Schützenbundes die Bedeutung der Schützenvereine als Band zwischen den Bürgern über soziale, parteipolitische und konfessionelle Schranken hinweg.

Nur noch eine Ruine steht heute vom Gebäude des Stüveschachtes. Es wurde 1873 errichtet, um die begehrte Piesberger Anthrazitkohle aus der Tiefe zu holen.

In dieser Zeit erlebte der Kohleabbau am Piesberg seine Blütezeit. Dies stand in Zusammenhang mit der Industrialisierung und der Anbindung des Bergwerks an das Eisenbahnnetz. Der Kohleabbau am Piesberg begann schon in der Mitte des 15. Jahrhunderts. Er endete 1898, als die Zeche nach einem Streik der Bergleute geschlossen wurde. Bis heute wird am Piesberg allerdings Stein abgebaut.

Obwohl er eine Ruine ist, gibt es für den verlassenen Stüve-Schacht Zukunftspläne: Rolf Spilker, Leiter des Museums Industriekultur, möchte in dem Gebäude eine Bibliothek für sein Museum unterbringen.

Nur noch eine Ruine ist vom Stüveschacht geblieben. Vom Piesberger Schützenhaus ist gar nichts mehr zu sehen. Hier hat der Fotograf eine andere Perspektive gewählt.

Foto: Jörn Martens
Autor:
Marie-Luise Braun


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