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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Bürgerbegehren gestartet - Das Ziel: 20015 Unterschriften
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Jetzt entscheiden Sie über die Buga

Bürgerbegehren gestartet - Das Ziel: 20015 Unterschriften

hin OSNABRÜCK. 20015 für 2015. Das soll nicht nur gut klingen, darin steckt auch eine Botschaft der Buga-Freunde: Wir begnügen uns nicht mit den gesetzlich geforderten 12 000 Unterschriften, wir schaffen über 20 000. Seit gestern Iäuft die Kampagne.

Ein Bürgerbegehren soll die Buga 2015 retten, die der Stadtrat im November mit 26 zu 23 Stimmen abgesagt hat. Im Haus des Handels stellte sich die Interessengemeinschaft Bürger-Buga gestern vor und gab den Startschuss zu einer offenbar perfekt vorbereiteten Kampagne. An alles ist gedacht: an Plakate, Flyer, ein Büchlein mit " 20+ 15 Gründen für die Bürger-Buga" und den passenden Auftritt im Internet.

Hans-Albrecht Dicke, Hans Georg Hüne und Peter Wüsthoff haben das Bürgerbegehren angemeldet. Hinter ihnen steht eine breite Front aus Wirtschaftsverbän-den, Vereinen und engagierten Bürgern - " eine bürgerschaftliche Bewegung", wie Peter Konermann, Geschäftsführer des Unternehmerverbandes Einzelhandel, sagte.

Die Unterschriftenlisten liegen ab sofort in zahlreichen Geschäften aus. Die Handwerkskammer will in diesen Tagen allen Betrieben Listen und Informationsmaterial zustellen. " Man braucht Multiplikatoren", sagte Hans-Albrecht Dicke, " nur mit einem Stand auf der Großen Straße bekommen Sie die Unterschriften nicht zusammen."

Die Buga-Freunde wollen die Kosten für die Gartenschau auf 110 Millionen Euro begrenzen. Sie gehen von Zuschüssen des Landes in Höhe von 75 Millionen Euro aus, 20 Millionen sollen Eintrittsgelder und Pachten erbringen. 7, 5 Millionen erwarten sie von Sponsoren und Stiftungen, so dass die Stadt nur noch 7, 5 Millionen Euro einbringen müsste. Das Geld soll durch den Verkauf der OWG und städtischer Grundstücke aufgebracht werden. Um die Kosten zu senken, soll die Fläche auf 25 bis 30 Hektar begrenzt werden.

Peter Wüsthoff ist der Überzeugung, dass die Buga die Stadt unterm Strich nichts kosten wird. " Wir wollen eine Buga, weil sie uns eine unbezahlbare soziale Bürgerdynamik bringt und sich für Osnabrück in Form von Investitionen, Arbeitsplätzen und Einnahmen auszahlt", sagte Wüsthoff. Hans Georg Hüne, ehemaliger Kreishandwerksmeister, kritisierte, dass " sich offenbar keiner vorher Gedanken gemacht hat, ob es nicht auch billiger geht". Außerdem würden die positiven langfristigen Effekte unterschätzt.

Das Konzept der Bürger-Buga hält an Kernpunkten der bisherigen Planungen fest, dazu zählt die Brücke über den Steinbruch (Skywalk). Drei Themenschwerpunkte soll es geben: Berg im Wandel, Garten, Natur und Landschaft.

Die Zeit für die Unterschriftensammlungist knapp. Am 15. Mai will die Buga-Gesellschaft über den Ausrichter 2015 entscheiden. Die Initiatoren hoffen, dem Stadtrat rechtzeitig mindestens 20000 Unterschriften vorlegen zu können. Das wäre ein " so machtvoller Beweis des Bürgerwillens", dass der Rat gar nicht anders könnte, als den Ausstiegsbeschluss zu revidieren, meint Peter Konermann.

Und Osnabrück hat nach seiner Einschätzung noch ein Ass im Ärmel: Es gebe bislang keine konkrete Bewerbung einer anderen Stadt für 2015.

Internet: www.buergerbuga.de

Ja oder Nein

Wenn mindestens 12 000 Wahlberechtigte das Bürgerbegehren unterschreiben, folgt der Bürgerentscheid. Dann stimmen die Bürger mit Ja oder Nein über die Buga ab. Unterzeichnen dürfen nur Wahlberechtigte, die langer als drei Monate in Osnabrück wohnen. Im Landkreis werden Listen ausgelegt, in die sich Unterstützer aus dem Umland eintragen können. Das Bürgerbegehren tragen unter anderem: 10 Bürgervereine, die Handwerkskammer, alle Innungen, der Einzelhandel, der Gaststättenverband Dehoga, der Gesamtverband Verkehrsgewerbe.

Die Initiatoren (von links): Peter Wüsthoff. Hans Georg Hüne, Peter Konermann, Hans-Albrecht Dicke und Elisabeth Michel.

Die ersten Unterschriften: Hans-Albrecht Dicke und Hans Georg Hüne unterschrieben gestern für die Buga. Fotos: Klaus Lindemann
Autor:
hin


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