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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Staub findet sich nicht nur auf dem Regal
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Museum am Schölerberg zeigt ab morgen neue Ausstellung
Artikel:
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Originaltext:
kwe OSNABRÜCK.Das Museum am Schölerberg zeigt ab Sonntag, 10. Juni, bis zum 2. Dezember die Wanderausstellung zum Thema " Staub-Spiegel der Umwelt". Es ist bisher europaweit die erste und einzige Ausstellung zu diesem Thema. Entwickelt wurde sie von der Universität Augsburg.

Staub ist die Sammelbezeichnung für feinste Teilchen, die in der Luft aufgewirbelt werden und lange Zeit schweben können. Die Ausstellung zeigt die Vielfältigkeit des Staubes auf. Auch der im vergangenen Jahr viel diskutierte Feinstaub findet seinen Platz. Die Sammlung präsentiert unter anderem einen Rußpartikelsammler, wie er in Osnabrück am Schlosswall und am Ziegenbrink zum Einsatz kommt. Das Gerät misst den Feinstaubgehalt in der Luft - so konnte festgestellt werden, dass die Stadt Osnabrück im vergangenen Jahr 59-mal den erlaubten Grenzwert überschritten hat.

Staub hat aber nicht nur negative Aspekte. " Mit Staub beginnt eigentlich der Kreislauf", sagt Museumsdirektor Dr. Dietmar Grote. Das Wasser kondensiert beispielsweise am Staub, " ohne diesen gäbe es also keinen Wasserkreislauf", so Grote weiter. " Unter den über 50 echten Proben befinden sich auch fossiler und außerirdischer Staub", erklärt Knut Völzke, Produktgestalter aus Frankfurt am Main. Dabei sind auch Staubsorten, die jeder kennt, wie Mehlstaub, Babypuder oder Wollmäuse.

Eine Moorsäule aus dem Hochmoor des Starnberger Sees, die einen Zeitraum von etwa 15 000 Jahren umspannt, zeigt, dass Moore auch durch abgelagerten Staub wachsen.

Die Experimentierstationen der Ausstellung laden die Besucher dazu ein, den Lotus-Effekt selber auszuprobieren. Wer mag, kann auch einen Euro-Schein mitnehmen, allerdings wird der Besucher dann sein schwarzes Wunder erleben. Denn der Schein wurde mit Magnesium behandelt, das Spuren an den Fingern hinterlässt. Seinen praktischen Nutzen findet dieser Staub bei der Lösung von Kriminalfällen.

Das umfangreiche pädagogische Begleitprogramm richtet sich vor allem an Kinder und Schulklassen. Interaktiv wird beispielsweise Mehlstaub zur Explosion gebracht. Während der Ausstellungszeit gibt es regelmäßig Fachvorträge zum Thema " Staub". Die Termine werden kurzfristig verkündet.

Produktgestalter Knut Völzke und Museumsdirektor Dr. Dietmar Grote zeigen einen Rußpartikelsammler und ein Pollenmessgerät. Beide messen den unterschiedlichen Gehalt an Staub in der Luft. Foto. Klaus Lindemann
Autor:
kwe


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