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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Tabula rasa in Eversburg
Zwischenüberschrift:
Wenn die Briten gehen, wird im Stadtteil richtig aufgeräumt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Ob Tabula rasa, eher mit grünem Band verspielt verbunden oder stark gewerbeorientiert - in Osnabrücks westlichem Stadtteil ist ab 2009 auf 37 Hektar vieles möglich. Dabei geben die Quebec Barracks bedingt durch ihre Infrastruktur, ein wenig das Thema " Sport und Freizeit" vor. Fotos: Stadt Osnabrück

Tabula rasa in Eversburg

Wenn die Briten gehen, wird im Stadtteil richtig aufgeräumt

dk OSNABRÜCK. Das klingt schon ein bisschen martialisch: " Tabula rasa - Eversburg aufgeräumt". Ob den Stadtplanern bei den Ideenskizzen so langsam die Namen ausgingen, ist nicht überliefert. Schriftlich fixiert ist, dass aus rein stadtplanerischer Sicht der Ideenfundus offenbar noch lange nicht erschöpft ist. Immerhin zwei weitere Entwürfe neben dem bereits genannten haben die Planer zu Papier gebracht.

" Stadtplanung wie aus dem Lehrbuch" haben die schöpferischen Geister im Dominikanerkloster, Sitz des Fachbereichs Städtebau, ihren Tabula-rasa-Entwurf untertitelt. Die Ideenskizze trägt stark pragmatische Züge: Durch gerade Linien (Straßen) geteilt, zerfallen die 37 Hektar Kasernenfläche der Quebec Barracks in drei Teile: Gewerbe, Wohnen und Grün mit Freizeitangeboten.

Gut, teuer und modern: Gerade in den Quebec Barracks haben die britischen Streitkräfte noch vor wenigen Jahren kräftig investiert.

Die Verkehrswege täuschen: Eisenbahn und Autobahnzubringer führen am Kasernenareal vorbei. Die Erschließung, zumal für Gewerbe wird nicht einfach sein.

Die zweite Strukturüberlegung, mit vollem Namen " Gewerbe / Dienstleistung / Freizeit - drei starke Partner für Eversburg" verzichtet zugunsten der Gewerbeansiedlung auf eine Wohnbebauung. Lediglich studentisches Wohnen in einem Teilbereich der Landwehrstraße in Nachbarschaft zur Bahnstrecke Berlin-Amsterdam konnten sich die Planer für diesen Entwurf vorstellen. Das " grüne Band von Eversburg" setzt neben dem Wohnen einen starken Akzent mit einer multifunktionalen Freiraumstruktur, in der Freizeit und Sport, aber auch ein Kinder-Bauernhof mit Streichelzoo eine Rolle spielen.

Aber das ist alles Zukunftsmusik. Ungezählt sind die Millionen, die in solche Planungen fließen müssen. Mehr als zehn Jahre kann es dauern, bis die britischen Flächen von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben im Zusammenspiel mit der Si.ui; vermarktet sind. Dabei ist der Bestand gar nicht schlecht: Exquisite und moderne Sportanlagen, zum Teil neue Wohnungen und auch gehobenen Anforderungen genügende Garagen und Werkstätten machen aus den Quebec-Barracks attraktive Immobilien. Allerdings müssen die eher allgemeinwohlorientierten Bestandteile in ein potenzielles Investoreninteresse einknüpfbar sein. Andernfalls könnte die Bima beim Verkauf auf massive Probleme stoßen.

In ungefähr zehn Jahren werden wir wissen, was geht. Dann wird Eversburg sein Gesicht deutlich verändert haben.
Autor:
dk


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