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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Eine bunte Mischung für Passanten
Zwischenüberschrift:
Der Nikolaiort
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
OSNABRÜCK. Am Rande des Nikolaiortes mit Blick zum Kamp haben die Fotografen die Bilder unserer heutigen Zeitreise aufgenommen. Damals wie heute ist es ein Platz mit einer bunten Mischung aus Angeboten für Passanten und Käufer.

Das historische Foto wird dominiert von dem reich verzierten Fachwerkhaus, in dem um 1906 das Möbelhaus Heinrich Witte untergebracht war. In der Tür und in zwei Schaufenstern haben sich Mitarbeiter des Geschäfts für die Aufnahme positioniert. Denn damals war es noch eine Besonderheit, wenn eine Fotografie gemacht wurde.

Die aufwendig gestaltete Fassade des Renaissance-Hauses spiegelt den Reichtum des Besitzers wider: Über Taustabknaggen kragt der Giebel zweimal vor. In den beiden oberen Etagen ist er mit unterschiedlich gestalteten Holzrosetten geschmückt. Zu sehen sind Motive volkstümlicher Schnitzkunst wie Sterne, Lilien, Rosetten, Sonnen und Spiralen. In dem weißen Haus im Hintergrund befand sich damals der Gasthof " Wilhelm Decker". Zuvor wartete hier lange Zeit der Gasthof " Zum krummen Ellenbogen" auf Gäste. Als 1855 der Hannoversche Bahnhof eröffnet wurde, verlegte der Besitzer die Herberge an den Schillerplatz. Heute gibt es eine Gaststätte mit dem Namen " Zum krummen Ellenbogen" am Kamp 8, nur wenige Schritte vom früheren Standort entfernt.

Die Hausecke am rechten Bildrand gehörte zum Kaufhaus Hettlage und Lampe. Vorher war an dieser Stelle das Kaufhaus Trepper zu finden, in dem Porzellan-, Galanterie- und Spielwaren verkauft wurden.

Passanten, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts an den Häusern vorbei in Richtung Kamp gingen, tat sich hinter den Gebäuden eine andere Welt auf: Hier hatte Osnabrück noch dörflichen Charakter mit Ackerbürgerhäusern, zwischen denen kleine Gärten angelegt waren.

Heute ist das alles Geschichte, und der Nikolaiort zeigt sich am selben Standort mit einem völlig veränderten Gesicht. Lediglich der Verlauf der Straße ist gleich geblieben.

Für die Aufnahme hat sich der Fotograf unter den Sonnenschirm eines Cafés gestellt, das im Sommer seine Gäste auf dem Nikolaiort empfängt. Von hier aus zeigt sich links der Herrenausstatter Bergmann, ein paar Schritte weiter wartet die Kneipe " Pferde haben keine Flügel" auf Gäste. Dahinter befindet sich das Info-Zentrum der Sladtwerke. Die Hausecke rechts gehört zu Peek und Cloppenburg.

Bildunterschrift 1: Schlicht sind die Häuser am Kamp heute.

Foto: Gert Westdörp

Bildunterschrift 2: Reich verziert ist das Fachwerkhaus, in dem sich um 1906 das Möbelhaus Witte befand. In den Schaufenstern gucken Mitarbeiter dem Fotografen bei der Arbeit zu.

Foto: Rudolf Lichtenberg
Autor:
Marie-Luise Braun


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