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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Es hat sich gelohnt"
Zwischenüberschrift:
WGO-Mieter nach Sanierung froh: Nebenkosten spürbar gesunken
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
OSNABRÜCK. Alte Häuser sanieren, um zur (sic!) Energie zu sparen, das galt bisher als Thema für Eigenheimbesitzer. Denn die spüren den Erfolg selbst im Portemonnaie. Vermieter fragen sich dagegen oft: " Was habe ich davon?" Die Wohnungsbaugenossenschaft Osnabrück (WGO) ging jetzt einen anderen Weg - mit beachtlichem Erfolg, wie Vorstand Herbert Gottwald findet.

Aber vor allem freuen sich die Mieter. Zwar stieg die Monatsmiete nach der Sanierung um 30 Cent pro Quadratmeter. Aber sie sparen auch wieder. Nach der ersten vollen Heizperiode in den Häusern Schlosswall 40, 42 und 44 lagen jetzt die Nebenkostenabrechnungen bei den Bewohnern im Briefkasten.

Im Schnitt hatten die Mieter ein Guthaben von 311 Euro. Der Spitzenwert: 1000 Euro.

Ein wichtiger Schritt war die Modernisierung der Zentralheizung für die drei Häuser aus den Jahren 1952 und 1953. Heizungsbauer Reiner Möhle erklärt, wie er es gemacht hat: Einen alten Öl- und zwei Gas-Kessel ersetzte er durch einen modernen Gas-Brennwertkessel für alle drei Häuser. Möhle: " Die Bündelung bringt bei drei direkt nebeneinander liegenden Häusern viele Vorteile." Wärmeverluste über den Schornstein zum Beispiel fallen jetzt nur noch einmal an.

Außerdem installierte der Heizungsbauer voreingestellte Thermostatventile. Und eine Solaranlage zur Trinkwassererwärmung. Hierbei ist der Vorteil einer großen Einheit: Die insgesamt 28 Parteien in den drei Häusern sorgen für eine gleichmäßige Abnahme des sonnenerwärmten Wassers, an sonnigen Tagen gibt es weniger Wärmeüberschuss.

Außerdem verband die WGO die Fassadenverschönerung mit der Montage einer Wärmedämmung von 10 Zentimetern. Die Wohnungen bekamen zudem neue Fenster mit neuem Wärmeschutzglas. Ein weiteres Energieproblem stellten die fest mit den Deckenplatten verbundenen Balkone dar, weil sie die Wärme aus dem Haus ins Freie leiten. Mit so genannten Vorsatz-Balkonen - frei stehenden Balkon-Gerüste, die nur an bestimmten Stellen mit dem Mauerwerk verschraubt sind - wurde das Problem abgestellt.

Ein ziemliches Gewühl war das, aber die Mieter sind froh, dass sie es durchgehalten haben. Gerhard und Gisela Weber zum Beispiel, seit 23 Jahren Mieter im Schlosswall 42, bekamen 600 Euro zurück. Gerhard Weber zur Sanierung: " Es hat sich sich ziemlich lange hingezogen. Aber aber es hat sich gelohnt." Nicht nur wegen der Ersparnis. " Das Haus hat auch optisch gewonnen."

Und was hat die WGO davon? Vorstand Herbert Gottwald: " Wir steigern damit die Lebensdauer unserer Häuser und sichern nachhaltig die Vermietbarkeit der Wohnungen." Nach dem Abzug der Briten wird das Wohnungsangebot in der Stadt steigen. Und die Nebenkosten seien ein Entscheidungskriterium für die Mieter bei der Wahl einer neuen Wohnung. Gottwald: " Wir haben inzwischen weitere Häuser saniert. Zurzeit arbeiten wir am Dammer Hof. Und das Programm wird fortgesetzt."

Bildunterschrift: Fast wie ein Lottogewinn: Als Gisela Weber jetzt ihre Nebenkostenabrechnung bekam, freute sie sich über ein Guthaben von 600 Euro. Sie und ihre Nachbarn am Schlosswall 40 bis 44 profitieren von der Modernisierung der Häuser.

Foto: Uwe Lewandowski
Autor:
Michael Schwager


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