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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Eisverkäufer und Tempo-Wagen
Zwischenüberschrift:
Der Arndtplatz und die Martinistraße
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
OSNABRÜCK. Verkehr Im Wandel der Zeiten: Ende der 1950er Jahre noch konnten sich Fußgänger am Arndtplatz ohne weitere Regelung einen Weg Über die müßig befahrene Martinistraße bahnen. Heute ist der Verkehr so stark, dass eine Ampel für Fußgänger errichtet werden musste.

Weil der Arndtplatz " immer mehr zu einem verkehrlichen Zentrum geworden" war, wurde im Januar 1959 anstelle der Normaluhr (rechts) eine Großleuchte aufgestellt, um für genügend Licht zu sorgen. So berichtete das Osnabrücker Tageblatt damals.

Auf den Fußwegen rund um den Platz gab es Mitte der 1950er-Jahre noch einige Angebote für " Laufkundschaft": Links ist eine Telefonzelle zu sehen, daneben wird an einem kleinen Wagen Eis verkauft. Rechts bietet ein Kiosk Zeitungen an.

Ganz links oben, im Hintergrund des historischen Bildes, zeigt sich das Turmgerüst von St. Katharinen. Der Turm ist mit 103 Metern der höchste Kirchturm Osnabrücks. Die Kirche wurde beim letzten Luftangriff des Zweiten Weltkriegs auf Osnabrück am 25. März 1945 zerstört. Sie brannte aus, durch die Brand- und Sprengbomben stürzte das Gewölbe des Turms ein. Die stählerne Dachkonstruktion des Turms hielt jedoch stand. Bis 1956 erinnerte sie so an den Krieg.

Auf dem neuen Foto ist der Turm der Kirche wegen einer leichten Verschiebung der Perspektive nicht zu sehen.

In der Mitte der historischen Aufnahme fährt eine Straßenbahn in Richtung Schloss. Der Wagen der Linie 3 ist auf dem Weg zur Endhaltestelle im Stadtteil Schinkel. Zwischen Schinkel und der Endstation " Martiniplatz" pendelte diese Linie. In der Nachkriegszeit drängten sich in der " Elektrischen" zu Stoßzeiten die Fahrgäste.

Doch auf Beschluss des Rates der Stadt wurde der Straßenbahn-Betrieb am 29. Mai 1960 eingestellt, die Schienen wurden entfernt. Auf Kurs gegangen war die erste Bahn am 31. Januar 1906.

" Tempo, Tempo, schreit die Welt. Zeit ist Geld": Mit diesem Spruch wurde in den 1950er-Jahren für das " Tempo Dreirad" geworben. Ein Exemplar ist links neben der Straßenbahn zu sehen.

In dem kleinen Behelfsgebäude, das auf den Fotos am linken Bildrand zu sehen ist, verkaufte 1959 die Drogerie Mattern ihre Waren. Nach einigen Wechseln befindet sich hier zurzeit eine Dönerbude.

In dem Eckhaus am rechten Bildrand befand sich damals wie heute eine Apotheke. Bis auf kleine Änderungen scheint an diesem Haus äußerlich die Zeit spurlos vorübergegangen zu sein.

Bildunterschrift 1: Telefonzelle, Eisverkäufer und Kiosk: Für Fußgänger hatte der Arndtplatz in den 1950er-Jahren noch einiges zu bieten. Und auch das Queren der Straße war damals noch ohne Ampel möglich, denn der Verkehr floss noch nicht so lebhaft wie heute.

Foto: Emil Harms

Bildunterschrift 2: An den Häusern hingegen scheint die Zeit kaum Spuren hinterlassen zu haben.

Foto: Klaus Lindemann
Autor:
Marie-Luise Braun


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