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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Der Bahnhof brachte den Aufschwung
Zwischenüberschrift:
Gründerzeitbau zerstört
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
OSNABRÜCK. Als 1895 der Hauptbahnhof eröffnet wurde, war das ein Startsignal für die Entwicklung des benachbarten Viertels. Zuvor war dieses Gebiet zum Teil noch unbebaut, da es außerhalb der Stadtbefestigung lag. Die Walle wurden von 1872 bis 1877 abgetragen.

Auf den Fotos ist links die Eisenbahnstraße zu sehen, von der rechts die Mittelstraße abzweigt. Die Eisenbahnstraße zieht sich vom Wittekindplatz bis zum Theodor-Heuss-Platz und verläuft parallel zur Bahnstrecke Berlin-Amsterdam.

Den Namen Wittekinds trägt der Platz seit 1895, zuvor hieß er Schillerplatz. Er bildete im 19. Jahrhundert das Zentrum eines neuen Stadtteils, das sich nach der Eröffnung des Hannoverschen Bahnhofs ab 1855 entwickelt hatte. Es war ein beliebtes Viertel, in dem nicht nur Wohnhäuser gebaut wurden. Hier fanden auch Geschäftshäuser ihren Platz.

Die Stadt Osnabrück dehnte sich noch weiter aus, als im Jahr 1895 der " Centralbahnhof" - der heutige Hauptbahnhof - eröffnet wurde. In der Folgezeit wurden auch in den Straßen um ihn herum Wohn- und Geschäftsgebäude errichtet.

Das Haus im Vordergrund des historischen Fotos ist ein typischer Gründerzeitbau, den Stuck und ein Dachaufbau mit Ziergiebel schmücken. Zur Zeit der Aufnahme im Jahr 1923 fand in dem Haus die " Großhandlung für Drogen und pharmazeutische Spezialitäten G. Hagen & Co." ihren Platz.

Heute steht das Gebäude nicht mehr. Wie viele Häuser rund um den Hauptbahnhof wurde es durch die Bomben des Zweiten Weltkriegs zerstört. Auch das dahinter liegende Haus mit dem Erker und dem Ecktürmchen gibt es nicht mehr.

Das heutige Wohnhaus an der Ecke zwischen Eisenbahn- und Mittelstraße wurde in den 1950er-Jahren im traditionellen Stil erbaut. Hier sind seit einiger Zeit Unterkünfte für Obdachlose untergebracht. Es gibt jedoch aktuelle Pläne der Stadt, diese Wohnungen zu verkaufen, da sie nicht mehr gebraucht werden: Seit Mitte der 1990er-Jahre sinkt der Bedarf an Notunterkünften spürbar.

Bis Mitte 2006 befand sich in der Eisenbahnstraße das Rotlichtmilieu. Durch Polizeikontrollen verlagerte sich der Straßenstrich. Heute werben die Prostituierten wenige Hundert Meter weiter im Hasepark ihre Kunden an.

Seit den 1950er-Jahren steht dieses Haus an der Eisenbahnstraße.

Foto: Jörn Martens

Eine Großhandlung für " Drogen und pharmazeutische Spezialitäten" befand sich 1923 in dem Gebäude an der Ecke Eisenbahnstraße/ Mittelstraße.

Foto: Alt-Osnabruck. Band 3. Verlag H.Th. Wenner
Autor:
Marie-Luise Braun


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