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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Bald gibt es Obst für alle
Zwischenüberschrift:
Baumpflanzungen in Atter
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
OSNABRÜCK. " Obstbaumlückensschluss? Da mach ich mit!", dachten sich Sabine Hertramph und Ilse Rogalla, als sie im letzten Sommer einen Aufruf der Ortsbürgermeisterin Anne Fitschen lasen. Am Freitag begutachteten sie ihren ungewöhnlichen Kauf: neue Apfel- und Pflaumenbäume auf der Obstbaumwiese in Atter.

Die Wiese liegt am Ende der Straße " Am Mühlengarten", umgeben von viel Grün und idyllischen Bauernhäusern. Sie gehört der Stadt und damit zum öffentlichen Raum. Deshalb darf hier jeder vorbeikommen und sich Kirschen, Äpfel und Pflaumen mit nach Hause nehmen.

Sabine Hertramph stört es nicht, dass sich künftig jedermann an dem Baum, den sie für 100 euro gekauft hat, bedienen darf. " Ich finde gerade schön, dass nicht nur ich etwas davon habe, sondern sich auch andere darüber freuen können." Ilse Rogalla hat ihren Baum ihrer ältesten Enkeltochter geschenkt, auch für ihre zwei weiteren Enkelkinder will sie noch Bäume erwerben. Dabei wohnt die alte Dame gar nicht in Atter. " Aber das war mir egal, ich fand die Idee einfach so schön", erzählte sie. Sie erinnert sich an alte Zeiten zurück, in denen man für Straßenbäume bezahlen konnte, um sie dann abzuernten. Die Ernte wurde damals zu Eingemachtem für den Winter verarbeitet.

Komplett abgeerntet werden die Bäume in Atter heute nicht mehr. Gerne aber legen die Sonntagsausflügler im Herbst auf der Wiese eine Pause ein und genießen die frischen, unbehandelten Früchte. Auch jetzt im Frühling ist die Wiese einen Besuch wert, denn die Bäume stehen in voller Blüte - ein herrlicher Anblick!

Um den Bestand kümmert sich die Stadt, vor allem für den Neuzuwachs wird gut gesorgt. " Wir hegen und pflegen die jungen Bäume", versprach Heinrich Höckelmann vom städtischen Eigenbetrieb Grünflächen den Frauen bei der Pflanzaktion. " Wir reden sogar mit denen", scherzte Höckelmann.

Die frühere Ortsbürgermeisterin Fitschen hatte auf mehr Beteiligung an der Aktion gehofft. Sie zahlte zwei der vier neuen Bäume aus ihrem Etat. Die Aktion soll im nächsten Jahr wiederholt werden, denn die Wiese ist groß - und Fitschens Eifer auch. Der" Obstbaumlückenschluss" ist noch nicht beendet.

Bildunterschrift: Pflanzten Obstbäume: Sabine Hertramph. Holger Strubbe. Anne Fitschen. Heiko Anderka, Heinrich Höckelmann sowie Ilse Rogalla mit Enkeltochter Melanie (von links).

Foto: Egmont Seiler
Autor:
kba.


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