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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Osnabrück als Hörerlebnis
Zwischenüberschrift:
Im Selbsttest: Einer der lautesten und einer der leisesten Orte der Stadt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
OSNABRÜCK. Sie donnern, knattern und dröhnen an mir vorbei, aus allen Richtungen summen, brummen und sausen sie vorüber. Auf der Autobahnbrücke in Nahne unterdrücken die Autos und Lastwagen jedes Gespräch. Das krasse Gegenteil sieben Kilometer entfernt im Seelbachtal in Lüstringen. Einmal 70 Dezibel, das andere Mal 26.

Ich spitze meine Ohren. Irgendetwas wuselt gleich neben mir im Gras herum.

Wahrscheinlich ein Käfer. Die Sonne scheint, leicht aufkommender Wind pfeift leise in meinem Ohr. Hier hört man die Vögel singen. Mit voller Inbrunst sind sie dabei. In der Ferne gräbt sich leise grummelnd ein Flugzeug seinen Weg durch die Luftmassen, ab und zu schwirrt ein Insekt vorbei.

Eine Symphonie für meine Ohren mit Werten unter 26 Dezibel. Die perfekte Komposition wäre es, wenn sich jetzt noch das Plätschern des Seelbachs untermischen würde. Ich setze mich direkt neben das Gewässer, doch entgegen meiner Erwartung höre ich gar nichts. Alles in allem aber eine wohltuende Oase für meine Ohren - und meine Seele. So hört es sich an einem der leisesten Punkte in Osnabrück an.

Eine halbe Stunde später in Nahne: Aus allen vier Himmelsrichtungen rast der Verkehr auf mich zu. Ein permanentes Zischen liegt in der Luft - das sind die Autos. Passiert ein Lkw die Brücke, vibriert der Boden unter meinen Füßen.

Ein beklemmendes Gefühl ist das, ein Ort ohne Leben, der ganz dem Lärm der Motoren gehört. Dabei ist noch nicht einmal Hauptverkehrszeit. Und doch schlägt das Messgerät schon auf nahezu 70 Dezibel aus.

Mehr zum Thema

Über Lärm berichten wir heute auch in unserer Gesundheitsbeilage " Bazillus".

Bildunterschrift: Auf der Pirsch mit dem Schallpegel-Messgerät von Hörgerate Feyer: Am Autobahnkreuz Mahne ist es selbst mittags um halb eins ohrenbetäubend laut. Urlaub für die Ohren gibt es dagegen am idyllischen Seelbach in Lüstringen.

Fotos: Gert Westdörp
Autor:
mac


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