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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Osnabrücker Boden wird europaweit bekannt
Zwischenüberschrift:
Zwei Filmteams drehen in der Stadt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
OSNABRÜCK. Und wieder ist Osnabrück Filmkulisse. Allerdings geht es diesmal nicht kriminalistisch, sondern streng wissenschaftlich zu. Gleich zwei Fernsehteams, nämlich von 3sat und France 3, fingen hier gestern Bilder ein. Thema ist die geplante europäische Bodenschutzrahmenrichtlinie. Als praktisches Beispiel dienen Sanierungsarbeiten im Stadtteil Wüste.

Tatort ist ein Garten an der Schlossstraße. Mit einem 200-Tonnen-Kran ist ein Bagger über das Haus hierhin verfrachtet worden, der nun 35 Zentimeter tief die Erde aushebt. Einer der Hauptakteure ist Detlef Gerdts. Der Leiter des Fachbereichs Grün und Umwelt gibt zunächst den französischen Kollegen vor laufender Kamera Auskunft über die Arbeiten.

Dann folgt ein fliegender Wechsel. Nun filmt Felix Peschko für das 3sat-Wissenschaftsmagazin " nano", und Gerdts antwortet auf Fragen von Autor Frank Farenski. Der Fachbereichsleiter berichtet von den Abfällen, die hier vor bald 100 Jahren gelagert wurden und dafür sorgten, dass der Boden mit Schwermetallen und sogenannten polyzyklisch-aromatischen Kohlenwasserstoffen belastet wurde: " Man kann deutlich sehen, dass das kein gewachsener Boden ist", führt Gerdts vor. Aber warum interessieren sich gleich zwei Teams dafür, dass in der Wüste der Boden von über 80 Grundstücken entfernt und mit natürlichem Boden wieder aufgefüllt wird? Zunächst einmal ist es reiner Zufall, dass beide Sender fast gleichzeitig um Termin in Osnabrück baten. Der Ansatz ist aber in beiden Fällen die Bodenschutzrahmenrichtlinie. Das französische Fernsehen plant einen Beitrag über die Auswirkungen der Richtlinie für Frankreich, die Niederlande und Deutschland und wie in den drei Ländern mit belastetem Boden umgegangen wird. Der Sender wandte sich an die europäische Generaldirektion Umwelt, die als praktisches Beispiel Osnabrück nannte, das sich durch seine vielen Aktivitäten zum Thema Boden einen Namen gemacht hat. Dazu war Gerdts als Vorsitzender des Europäischen Bodenbündnisses an der Ausarbeitung der Bodenschutzrahmenrichtlinie beteiligt.

3sat will hingegen darüber berichten, wie aufwendig Sanierungsarbeiten sind. In Düsseldorf beschäftigten sich die Mitarbeiter mit dem Thema Grundwassersanierung, in Osnabrück nun mit dem Umgang mit bewohnten Altlasten. Gezeigt wird die Sendung auch in den dritten Programmen der ARD sowie in Österreich und der Schweiz. Die Sendetermine stehen allerdings noch nicht fest. Dazu gibt es einen weiteren Service. Auf der Internetseite 3sat.de/ nano wird es nach der Ausstrahlung zusätzliches Material geben, wie etwa die ungekürzten Interviews mit Gerdts.

Bildunterschrift: Dreharbeiten am Fließband: Detlef Gerdts zeigt den Fernsehteams gestern, wie der belastete Boden im Stadtteil Wüste saniert wird.

Foto: Thomas Osterfeld
Autor:
hmd


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