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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Einstimmig für drei Spuren
Zwischenüberschrift:
Neumarkt: Ausschuss stellt die Weichen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
OSNABRÜCK. Der Neumarkt wird dreispurig: Einstimmig hat der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt diesen Grundsatzbeschluss gefasst. Auf eine Diskussion wurde allerdings verzichtet.

Die Fraktionen von CDU und SPD, Grünen und FDP sowie der Vertreter der UWG hatten sich vorab mit dem Oberbürgermeister auf die Weichenstellung geeinigt. Nach dem gemeinsamen Plan soll der Individualverkehr auf dem Neumarkt auf zwei Spuren Richtung Neuer Graben geleitet werden, aber nur einspurig in der Gegenrichtung.

Der Busverkehr in nördlicher Richtung soll künftig über die Seminarstraße und die Lyrastraße auf den Neumarkt geleitet werden. In den verkehrlichen Rahmenbedingungen wird ausdrücklich Raum für eine spätere Änderung gelassen, falls eine Evaluierung dies als sinnvoll erscheinen lässt.

Die städtebaulichen Rahmenbedingungen sehen vor, dass ein Gestaltungswettbewerb für die Fassaden am Neumarkt, den Platz und den Busbahnhof am Grünen Brink veranstaltet wird. Ein weiterer Gestaltungswettbewerb ist für den Eingangsbereich der Johannisstraße vorgesehen. Dabei geht es auch um die Straßenoberfläche bis zur Johanniskirche. Die Stadt will die Interessengemeinschaft Johannisstraße mit ins Boot holen und möglichst auch an den Kosten beteiligen.

Für den Wallring haben sich die Fraktionen darauf geeinigt, dass die Kreuzungen am Neuen Graben und an der Wittekindstraße optimiert werden, damit der Verkehr auf dem Neumarkt die Grenzen der Leistungsfähigkeit nicht überschreitet.

Im Ausschuss gab es nur einen Politiker, der sich eine inhaltliche Diskussion wünschte. Dr. Horst Simon, von der SPD ohne Stimmrecht in das Gremium entsandt, sprach sich gegen den Verkauf öffentlicher Flächen an private Investoren aus. Seine Mahnung " Hier wird ein Platz zerstört!" verhallte jedoch ohne Reaktion.

KOMMENTAR

Im stillen Kämmerlein

Von Rainer Lahmann-Lammert

Das haben sie ja hübsch eingefädelt, unsere Politiker. Hier eine interfraktionelle Sitzung, dort ein Gespräch beim Oberbürgermeister, am Ende wird nur noch formal das Händchen gehoben. Und das ausgerechnet beim Neumarkt, dem kommunalpolitischen Zankapfel der vergangenen zehn Jahre.

Es ist ja erfreulich, wenn es nach langer Stagnation endlich vorangeht. Sogar mit einem breiten Konsens quer durch die politischen Lager. Wenn der Eindruck nicht täuscht, legen sich die einstigen Gegner mächtig ins Zeug, um die Stadt mit vereinten Kräften voranzubringen. Die Harmonie lässt vielleicht aus dem Blick geraten, dass Politik ein transparenter Prozess sein sollte und nicht ins stille Kämmerlein gehört.

Es stimmt etwas nicht, wenn sich der Stadtentwicklungsausschuss 20 Minuten Zeit nimmt, um über eine unbedeutende Straße in Voxtrup zu diskutieren. Aber nur zwei Minuten für den Neumarkt

rll@ neue-oz.de
Autor:
rll


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