User Online: 1 | Timeout: 16:58Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Ein Wintersitz für den Landadel
Zwischenüberschrift:
Der Ledenhof gehörte einst zum Nobelviertel Osnabrücks
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
OSNABRÜCK. Reichlich unbebauten Platz gab es um 1900 mitten in Osnabrück. Ursprünglich standen auf dem Gelände zwischen den Straßen " Am Struckmannshof" und " Alte Münze" verschiedene Höfe von reichen Bürgern und Adeligen. Aber nur der Ledenhof hat die Zeit überdauert.

In früheren Jahrhunderten hatte der landsässige Adel seine Güter vor den Toren der Stadt, wo er zumeist im Sommer auch wohnte.

Im Winter war das Leben in der Stadt jedoch angenehmer. Deshalb hatten viele Adelsfamilien hier ein repräsentatives Domizil, so auch die Familie von Leden. Sie war durch Reichtum und Einfluss in den Adelsrang hineingewachsen. Im Mittelpunkt der Bilder ist das Steinwerk des Ledenhofs zu sehen, das im 14. Jahrhundert errichtet wurde. Die anderen verbliebenen Gebäude des Adelssitzes wie das steinerne Wohnhaus mit dem Treppenturm stammen aus dem 16. Jahrhundert.

Nach 1819 wurde auf dem Gelände davor eine Kaserne errichtet, zu der das Gebäude gehörte, das auf dem alten Foto rechts zu sehen ist.

Früher bestand der Ledenhof aus weiteren Häusern, die um einen rechteckigen, geschlossenen Hof gruppiert waren. Einige sind auf der historischen Aufnahme noch zu erkennen. Sie wurden jedoch im Krieg zerstört.

Nach dem Wiederaufbau und einer Restaurierung Mitte der 1970er-Jahre wird das Gebäude wieder genutzt. Heute sind hier das Literaturbüro West-Niedersachsen und die Deutsche Stiftung Friedensforschung unterge-J bracht. Ein Saal wird für Veranstaltungen genutzt.

Heute befindet sich unter der Pflasterung eine Tiefgarage. Auf dem Platz bieten Marktleute immer donnerstags ihre verschiedenen Waren an.

Bildunterschrift 1: Abgegrenzt durch eine Mauer, ist im Hintergrund der Ledenhof zu sehen. Im Mai 1900 war er noch in seiner ursprünglichen Form erhalten. Das Gebäude rechts war Bestandteil der Artilleriekaserne. Links sind Wohnhauser zu erkennen.

Foto: Rudolf Lichtenberg sen.

Nur noch das Steinwerk des Ledenhofs ist auf diesem Foto zu sehen Das steinerne Wohnhaus ist von Laub verborgen. Unter der Pflasterung befindet sich die Tiefgarage.

Foto: Gert Westdörp
Autor:
Marie-Luise Braun


Anfang der Liste Ende der Liste