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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Alte Kapelle wird zu neuem Leben erweckt
Zwischenüberschrift:
Sanierungsfall auf dem Heger Friedhof
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
OSNABRÜCK. Auf dem Heger Friedhof schläft eine kleine Kapelle den " Dornröschenschlaf". Jetzt soll das alte Gemäuer wieder aufgeweckt werden: Gedacht ist an eine Trauerhalle in kleinen Räumen, auch und ganz besonders für den benachbarten Friedhof der Jüdischen Gemeinde.

Als Mitte der 20er-Jahre der Heger Friedhof angelegt wurde, baute die Stadt Osnabrück zunächst eine kleine Kapelle im nördlichen Bereich nahe dem Lotter Kirchweg. Das Krematorium mit Trauerhalle entstand erst 1938. Dadurch verlor die Alte Kapelle wieder an Bedeutung und wurde zuletzt nur noch als Lagerraum und Unterstellmöglichkeit der Friedhofsarbeiter genutzt.

Allerdings ist der 1924/ 25 aus Bruchsteinen und Ziegelmauerwerk errichtete Bau nicht nur handwerklich und gestalterisch hochwertig angelegt, sondern auch in seiner Grundsubstanz sehr gut erhalten. Lediglich die Innenausstattung ist mittlerweile weitgehend unbrauchbar.

Denkmalpfleger Bruno Switala stufte die Kapelle deshalb als zumindest " denkmalwürdig" und unbedingt erhaltenswert ein. Er sagt aber auch: " Langfristig werden solche Gebäude nur erhalten, wenn es auch eine Nutzung gibt."

Und diese Nutzungsmöglichkeit scheint mit der Anlage des neuen Jüdischen Friedhofes seit 2005 in Sicht: Die Jüdische Gemeinde möchte die Alte Kapelle reaktivieren, um sie für die rituellen Waschungen, Aufbahrungen und Trauerfeiern nutzen zu können. Grundsätzlich solle die Kapelle aber für Trauerfeiern jedweder Art zur Verfügung stehen.

Eine erste Kostenschätzung aus der Bauverwaltung, die jetzt im Fachausschuss Grünflächen und Friedhöfe auf den Tisch kam, spricht von 183000 Euro, von denen zunächst 31000 Euro für die nötigen Versorgungsanschlüsse bis zum Lotter Kirchweg sowie bauerhaltende Zimmerer- und Dachdeckerarbeiten erforderlich sind. Weitere 150000 Euro kämen dann in den Folgejahren für den Innenausbau und die nutzungsbezogene Einrichtung hinzu.

Im Vorfeld hat es zu diesem Konzept allerdings zwei durchaus unterschiedliche Stellungnahmen gegeben. Der Fachbereich Finanzen und Controlling hält die erforderlichen Aufwendungen für sachlich nicht gerechtfertigt und auch nicht für rentierlich. Andererseits hat es auch im letzten Jahr Gespräche zwischen der Jüdischen Gemeinde und dem damals amtierenden Oberbürgermeister gegeben. Und OB Fip habe daraufhin " das Anliegen im Sinne der Gemeinde mit der Verwaltung abgestimmt", so heißt es jetzt in der aktuellen Verwaltungsvorlage, die dem Fachausschuss Grünflächen und Friedhöfe vorgelegt wurde.

Der Werkausschuss stimmte dem Vorhaben ebenfalls und einmütig zu. Für die Finanzierung gibt es auch bereits einen Vorschlag: Im laufenden Jahr werden 30700 Euro aus dem Investitionsprogramm des Eigenbetriebs Grünflächen verwendet.

Der Löwenanteil von 150000 Euro wird dann im Jahr 2008 benötigt: 32300 Euro sollen aus dem Titel " Wegesanierung und Erweiterung der Grabfelder" abgezogen werden, um 120000 Euro wird der Ansatz für die Sanierung der Kompostanlage an der Rheiner Landstraße reduziert. Er habe die Hoffnung, dass die Kompostanlage auch ohne die Überarbeitung der Drainage weiter funktionsfähig bleibe, sagte Werkleiter Klaus Schröder dazu. Die Planung sei ohnehin nur prophylaktisch erfolgt, deutete er an.

Bildunterschrift: Die Alte Kapelle auf dem Heger Friedhof ist in den letzten Jahren zum Abstellraum geworden. Jetzt wird über eine neue Nutzung nachgedacht.

Foto: Klaus Lindemann
Autor:
fhv


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