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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Schrauben und fürs Leben lernen
Zwischenüberschrift:
Domschule hat ihre Schülerfirma "Fahrrad-Salon" eröffnet
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
OSNABRÜCK. Kettenschmiere, Bestandslisten und wartende Kunden: Das Ist die Berufswelt, in die zwölf Jugendliche der Schülerfirma " Fahrrad-Salon" nun eintauchen. In ihrer Werkstatt warten und reparieren die Domschüler gegen Bezahlung Fahrräder. Und dabei haben sie seit diesem Wochenende einen Partner: den Fahrradladen der Möwe.

Die Werkstatt im Keller der Domschule blitzt noch sauber. Die Schule hat den Raum gerade erst saniert und für das Projekt ausgestattet. Zwei Bürokräfte, zwei Lageristen und acht Mechaniker öffnen den Fahrrad-Salon seit Herbst jeden Montagnachmittag. Ein zweiter Termin soll dazukommen. Lehrer und Bekannte bringen ihre Räder, die von den Schülern auf Vordermann gebracht werden. Jannicks Spezialität ist das Reifenflicken. " Wenn ein Auftrag reinkommt, besprechen wir, wer sich die Arbeit zutraut", erzählt der 13-jährige Realschüler.

Julia ist zuständig für das Lager. " Es ist toll, so die wirtschaftlichen Abläufe kennenzulernen. Wir haben gut zu tun", berichtet die 15-Jährige. Wenn Ersatzteile fehlen, kann sie diese beim Fahrradladen Möwe ordern. Die Acht- und Neuntklässler regeln das Geschäft selbstständig, die Lehrer Walter Scheffczik und Markus Abt betreuen die AG.

Kooperation mit Möwe

Und durch die schriftlich besiegelte Kooperation mit der Möwe stehen den Schülern nun professionelle Ansprechpartner bereit, die bei kniffligen Reparaturen beraten, Material verkaufen und sogar Praktikanten in der Werkstatt aufnehmen.

" Das ist eine Bereicherung für die Schüler und für uns", meint Olaf Pieck, Geschäftsführer der Möwe. Auch Schulleiter Ludger Jansen, der sein eigenes Rad bereits hat checken lassen, zeigt sich angetan: " Toll, dass wir diese Kooperation haben. Die Schule muss offen sein für die Realität da draußen. Die Schüler sollen sehen: Es ist sinnvoll, fachlich zu lernen." So könne die Schülerfirma auf das spätere Berufsleben vorbereiten.

Die Schule hat das Startkapital gegeben, und auch die Sparkasse hat den Fahrrad-Salon unterstützt. Nun soll er sich tragen. Der Salon gehört zum Netzwerk nachhaltiger Schülerfirmen des Programms " Transfer-21 der Bund-Länder-Kommission. " Wir spielen Wirtschaft. Es geht darum, vereinfachte betriebliche Abläufe zu erproben und im Team zuverlässig zu arbeiten. Aber dies ist in erster Linie ein pädagogisches Projekt", erläutert Markus Abt.

Soziale und ökologische Aspekte seien ebenso wichtig wie der Gewinn. " Aber die Schüler sind jetzt topmotiviert, einen Gewinn zu machen", sagt der Pädagoge lächelnd.

Bildunterschrift: Mächtig ins Zeug legen sich die Mitarbeiter der Schülerfirma " Fahrrad-Salon". Das Projekt an der Domschule bereitet sie aufs Berufsleben vor.

Foto: Eivira Parton
Autor:
hedi


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