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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Muss die Alando-Terrasse weg?
Zwischenüberschrift:
Ohne Baugenehmigung vergrößert - Stadt sucht einen Ausweg
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
OSNABRÜCK. Die beliebte Hase-Terrasse am Alando-Palais muss möglicherweise zurückgebaut oder abgerissen werden. Sie ist ohne Baugenehmigung erweitert worden, und die Politik tut sich schwer mit einer nachträglichen Genehmigung.

" Was man von uns verlangt, ist die Legalisierung eines illegalen Baus", sagte Sabine Bartnik (Grüne) im Stadtentwicklungsausschuss. Ihr Fraktionskollege Volker Bajus ist überzeugt, dass die Terrasse " so nie gebaut worden wäre", wenn es ein ordnungsgemäßes Verfahren gegeben hätte. Ulrich Hus (SPD) sprach von einem " jahrelangen Missstand", den der Alando-Betreiber ohne Wissen von Politik und Verwaltung hergestellt habe. Tatsache ist, dass die Terrasse vor etwa zwei Jahren ohne Genehmigung umgebaut und vergrößert wurde. Wahrscheinlich hätte sich niemand daran gestört, und alle hätten weiter diesen " schönsten Platz an der Hase" (Alando-Betreiber Frederik Heede) genossen, wenn nicht eine Änderung des Bebauungsplanes notwendig geworden wäre. Anlass war die Absicht Heedes, der Stadt die Immobilie abzukaufen, die er bislang nur gemietet hat. Beim Blick in den Bebauungsplan stellten die Stadtplaner überrascht fest: Das Alando-Palais ist auf dem Papier immer noch ein Hallenbad. Beim genaueren Hinsehen fiel denn auch die zu groß geratene Terrasse auf. Und es tauchte die Frage auf, wer eigentlich die Fußgängerbrücke hinter dem Alando mit einer Bretterwand gesperrt hatte.

Die Verwaltung hat der Politik einen Vorschlag zur Änderung des Bebauungsplanes vorgelegt, der die Terrasse so belässt. Die Brücke soll um ein paar Meter versetzt werden, um die Option auf einen südlichen Haseuferweg zu behalten. Claudia Galitz (CDU) warb für eine Lösung mit Augenmaß: " Keine Partei ist einverstanden damit, wie das gelaufen ist. Aber es handelt sich um ein florierendes Unternehmen, und wir sollten eine für alle befriedigende Lösung suchen."

Alando-Betreiber Heede ist nach eigenen Worten auf die Terrasse angewiesen. Gastronomiebetriebe, die keine Außenbereiche anbieten könnten, hätten auf dem Markt keine Chance mehr. Der Hase-Balkon sei ein " besonderer Anziehungspunkt für die Gesamtstadt". Die Brücke hatte Heede zur Fußball-WM 2006 gesperrt, um den Einlass zur WM-Arena kontrollieren zu können. Außerdem sei durch die Sperrung der Drogenhandel im Raiffeisenpark zurückgegangen. Die Brücke war nach Heedes Angaben eine beliebte Strecke der Dealer und Drogenkuriere.

Der Ausschuss reichte den Bebauungsplan ohne Empfehlung an den Rat weiter. Der entscheidet morgen über den nächsten Schritt, die öffentliche Auslegung. Paralle dazu läuft eine wasserrechtliche Prüfung, und von der hängt eine Menge ab. Denn wenn die Behörden feststellen, dass das Bett der Hase durch etwaige Aufschüttungen unterhalb der Terrasse zu weit eingeengt wurde, ist ein Teilabriss kaum abzuwenden

Illegal: Die Hase-Terrasse am Alando-Palais.

Foto: Jöm Martens
Autor:
Wilfried Hinrichs


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