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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Ausflugsziel für Lustbarkeiten
Zwischenüberschrift:
An den Schützenhof auf dem Stahlwerksgelände erinnert nur ein Straßenschild
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
OSNABRÜCK. Der Schützenhof gehörte einmal zu den beliebtesten Ausflugslokalen Osnabrücks. Von 1837 an wurden hier 69 Jahre lang Schützenfeste und andere " Lustbarkeiten" gefeiert. 1906 schloss der Schützenhof seine Pforten.

1837 gründete sich bei einem Fest ein neuer Verein, der sich laut Statut der " Beförderung eines Gemeinsinns und froher gesellschaftlicher Unterhaltung" widmen wollte.

Seinem Namen entsprechend, richtete der Schützenhofverein auf dem Gelände der Krispinsburg Schießstände ein und nannte das Gebäude " Schützenhof". Hier sollte eine " decente Annäherung der verschiedenen Stände im bürgerlichen Leben durch gemeinschaftliche Übungen in der gerade am meisten üblichen Waffe" stattfinden.

Ab 1828 hatten sich in Osnabrück Bürgervereine als Schützengesellschaften gegründet. Zuvor hatte die Stadt zu Verteidigungszwecken Schützen gehalten und jährliche Preisschießen veranstaltet. Schießübungen der Vereine fanden zunächst an der Blankenburg in Hellern statt.

1874 löste sich der Schützenhofverein auf. Es gründete sich eine Aktiengesellschaft mit gleichem Namen. Sie betrieb das Haus weiter, bis es 1900 vom Osnabrücker Stahlwerk übernommen wurde. 1906 wurde der Schützenhof geschlossen. Nach einem gründlichen Umbau wohnten hier 600 ledige Arbeiter des Werks.

Heute sieht es hier ganz anders aus: Reihenhäuser stehen auf dem Gelände, und die Straßen tragen andere Namen: Aus der Schützenhof-Allee wurde die Bessemerstraße, und die Siemens-straße heißt nun " Am Schützenhof".

Bildunterschrift:
Neoromanische Elemente zeichneten den Schützenhofaus. Dieses Bild wurde 1899 aufgenommen.
Foto: Aloys Wurm

Reihenhäuser stehen heute auf dem Gelände des Schützenhofs. Der Fotograf hat eine andere Perspektive gewählt, der das Gelände östlich des Schützenhofs zeigt. Foto: Jörn Martens
Autor:
Marie-Luise Braun


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