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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Bestnoten Bfür die Stadtwerke
Zwischenüberschrift:
Kunden loben besonders Preis-Leistungs-Verhältnis
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
hin OSNABRÜCK. Die Stadtwerke Osnabrück genießen bei ihren Kunden einen glänzenden Ruf.

In einer Kundenbefragung, die der Verband der Elektrizitätswirtschaft in Auftrag gegeben hatte, stehen die Stadtwerke Osnabrück bei sieben von 42 Beurteilungen auf Platz 1. An der Studie nahmen 28 kommunale und vier regionale Stromversorger teil. Befragt wurden 500 repräsentativ ausgewählte Kunden in Osnabrück Ende Februar und Anfang März.

In der Kundenzufriedenheit stehen die Stadtwerke Osnabrück einsam an der Spitze der Rangliste. Sie gelten als innovativ, kundenfreundlich, sympathisch. Kein anderer Stromversorger hat in der Kundeneinschätzung ein ähnlich gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, keiner genießt ein ähnlich hohes Ansehen bei der Kundschaft.

Gelobt werden die Verlässlichkeit und Verständlichkeit der Rechnung und die Preistransparenz. Zufrieden sind die Kunden mit der Erreichbarkeit der Mitarbeiter, der Beratung und dem Engagement der Stadtwerke für Energieeinsparung.

Entsprechend groß ist die Treue der Kunden zu ihrem Energieversorger. Beim so genannten Kundenbindungsindex liegen die Stadtwerke an der Spitze der 32 Versorger. 97, 5 Prozent der Kunden gaben an, keinen Anlass zum Wechsel des Stromversorgers zu haben. Hohen Stellenwert für Stadtwerke-Chef Manfred Hülsmann hat eine andere Erkenntnis der Umfrage: Die allermeisten Kunden würden ihren Freunden die Stadtwerke als Versorger empfehlen. In dieser Frage liegen die Stadtwerke auf Platz fünf des Rankings, punktgleich mit dem Zweitplatzierten.

Schwerpunkt der Befragung bildete der Strommarkt. Aber auch als Gasversorger schneiden die Stadtwerke gut ab. Das Preis-Leitungsverhältnis bewerten die Kunden als sehr gut.

Keine gute Meinung haben die Befragten allerdings über den Energiemix. Der Anteil regenerativer Energien ist vielen Kunden zu gering. Kritik gab es auch an der Versorgungssicherheit (Platz 24). Eine Ursache könnte der Orkan Kyrill im Januar gewesen sein, meint Stadtwerke-Chef Manfred Hülsmann. Die Befragung fand einen Monat nach dem sturmbedingten Stromausfall statt. Dass die Versorgung sicher funktioniert, ist den Stadtwerken gerade bescheinigt worden. Sie hatten sich einer brancheninternen Sicherheitsprüfung unterzogen und auf Anhieb die Anforderungen des Technischen Sicherheitsmanagements (TSM) erfüllt.

Jetzt wird über Gasverträge verhandelt

Hülsmann: Wir sind fit für den Wettbewerb - 2006 gutes Ergebnis

OSNABRÜCK. Herr Hülsmann, wie laufen die Geschäfte?

Gut! Die Mitarbeiter haben in allen Bereichen Hervorragendes geleistet, das zeigt auch das Ergebnis der Kundenbefragung. Wir verfügen über einen Supernahverkehr, die Bäder melden Rekordzahlen. Es gibt viele Gründe, den Mitarbeitern Danke zu sagen, was der Oberbürgermeister und ich auch in den Betriebsversammlungen am Mittwoch und Donnerstag getan haben.

Gute Geschäfte versprechen einen guten Gewinn: Wie hoch wird die Ausschüttung der Stadtwerke an die Stadt in diesem Jahr sein?

Konkrete Zahlen kann ich noch nicht nennen. Die werden wir zur Hauptversammlung in einigen Wochen vorlegen. So viel ist klar: Wir werden für 2006 aufgrund einmaliger Sondereinflüsse ein gutes Ergebnis haben. Trotzdem müssen wir weiter ein drastisches Einsparprogramm fahren. Denn die Bilanz 2007 und folgender Jahre wird unter anderem durch die Kürzung der Netzentgelte erheblich belastet.

Sinkende Nutzungsentgelte bedeuten für die Stadtwerke niedrigere Einnahmen, für den Kunden aber auch niedrigere Stromkosten. Wie wird sich der Strompreis entwickeln?

Das lässt sich noch nicht absehen. Grundsätzlich gilt, dass die Nutzungsentgelte weiter sinken werden. Ich nehme an bis 2015 um etwa ein Drittel. Der Erlös der Stadtwerke beim Strom kommt aus drei Quellen: dem Vertrieb, dem Netzentgelt und der Stromerzeugung. Alle drei Bereiche sind durch die Liberalisierung und das Unbundling (Entflechtung, Anmerk. d. Red.) in eigenständige Ergebnisverantwortlichkeit getreten. Beim Vertrieb sind die Margen knapp und im Wettbewerb nicht zu steigern. Bei der Stromerzeugung haben wir einen neuen Weg eingeschlagen. In diesem Monat läuft der Probebetrieb des Gaskraftwerks in Hamm-Uentrop an, das die Stadtwerke zusammen mit 27 anderen Stadtwerken und Regionalversorgungsunternehmen betreiben. Die Strommenge, die die Stadtwerke bekommen, entspricht dem Verbrauch von 30000 Haushalten.

Nach dem Strommarkt wird jetzt auch der Gasmarkt Iiberalisiert. Wie reagieren Sie darauf?

Wir wollen den Wettbewerb, denn der kommt uns zugute. Wir sind fit. Auf dem Gasmarkt werden jetzt erste Mengen frei gehandelt. Wir führen zurzeit Gespräche mit E.ON Ruhrgas und anderen über die künftigen Gaslieferungen. Die langfristigen Verträge mit einer Laufzeit von 20 Jahren sind bekanntlich nicht mehr zulässig. Im Einkauf liegt der Segen, heißt es so schön. Ich hoffe, dass wir beim Gas zu niedrigeren Einstandskosten kommen werden.

Werden die Stadtwerke neue Geschäftsfelder übernehmen und weitere Tochtergesellschaften gründen?

Das will ich nicht ausschließen, es gibt aber keine Pläne dieser Art. Wenn wir unsere Familie ausweiten, dann nur auf Geschäftsfeldern, die zu unserer Kernkompetenz passen. Unser vorrangiges Ziel ist es, innerhalb der Familie zu wachsen, also zum Beispiel unser Dienstleistungsangebot für andere Firmen oder Stadtwerke auszubauen. Das kommt dann letztendlich allen Kunden zugute.

Als Braunschweig seine Stadtwerke verkaufte, um den städtischen Haushalt zu sanieren, wurde auch in Osnabrück darüber nachgedacht. Ist das Thema vom Tisch?

Ja. Wir bleiben kommunal. Das Modell kommunales Stadtwerk ist das Beste für die Region. Unser Plus für die Kunden ist die größere Kundennähe. Wir sind in allen Bereichen wettbewerbsfähig und unterstützen die Wirtschaft vor Ort.

Die Stadtwerke halten für die Stadt einen Anteil am Flughafen Münster-Osnabrück und müssen für den Startbahnausbau, der 60 Millionen kosten wird, tief in die Tasche greifen. Wie werden Sie das Geld aufbringen?

Zunächst müssen wir das Urteil des Bundesverwaltungsgericht in Leipzig abwarten. Das wird wohl in diesem Sommer kommen. Der Flughafen ist 2007 also noch nicht das große Thema für uns. Der Flughafen ist nach meiner Überzeugung eine gemeinsame Sache für Stadt und Stadtwerke.

Zur Klarstellung: Also keine Sache für die Stadtwerke allein?

Richtig.

Nutzungsentgelt

Das Nutzungsentgelt kassieren die Stadtwerke für das Durchleiten des Stromes. Das Entgelt ist im Strompreis einkalkuliert. Die Bundesnetzagentur muss die Höhe des Nutzungsentgelts genehmigen. Die Agentur soll für einen transparenten, freien Strommarkt sorgen.
Autor:
hin


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