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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Der Feinstaub im Niederschlag
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Forschungsprojekt: An fünf Stellen in der Stadt wird gemessen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Keine Kunst: In handelsüblichen Einmachgläsern, die in Gitterkörben stehen (wie hier am Schlosswall), wird der Regen aufgefangen und dann auf Giftstoffe untersucht. Foto: Michael Hehmann

Der Feinstaub im Niederschlag

Forschungsprojekt: An fünf Stellen in der Stadt wird gemessen

Von Holger Jansing

OSNABRÜCK. Nein, es sind keine extravaganten Blumenvasen, die die Stadtgärtner aufgestellt haben. Vielmehr dienen die Behälter, die seit einigen Tagen in der Innenstadt auffallen, der Wissenschaft. Forscher der Fachhochschule Oldenburg, Ostfriesland und Wilhelmshaven fangen Regen auf, um der genauen Zusammensetzung des Feinstaubes auf die Schliche zu kommen.

An fünf Hauptverkehrsstraßen haben sie die Messvorrichtungen auf dem Mittelstreifen postiert - unter anderem auf dem Schlosswall und am Berliner Platz. Die Langzeitstudie, die auch in Oldenburg, Emden und Hannover stattfindet, ist auf drei Jahre angelegt. Immer einen vollen Monat wird der Niederschlag in handelsüblichen 1, 5-Liter-Einmachgläsern gesammelt. Dann reisen Wissenschaftler aus Emden an, um die Behälter, die in Drahtkörben stehen, zu leeren und das Wasser für die chemische und lasertechnische Analyse zu sichern.

Das Hauptaugenmerk des Projektes liege dabei auf den noch wenig untersuchten Metallfraktionen im Feinstaub, wie Dr. Hassan Aboughalma vom Institut für Umwelttechnik in Emden erklärt. Voruntersuchungen hätten gezeigt, dass verschiedene Edelmetalle in Niederschlagsproben nachweisbar sind - zum Beispiel Antimonsulfid aus Bremsabrieb oder platin-, palladium- und rhodiumhaltige Partikel aus Abgaskatalysatoren. Diese Stoffe seien " die wohl gefährlichsten Feinstpartikel im Schwebstaub", sagt der Wissenschaftler. Tier- und Pflanzenversuchen hätten gezeigt, dass sie sehr giftig sind.

Dr. Hassan Aboughalma, der das Projekt mit Kollegen von anderen Instituten leitet und koordiniert, appelliert an die Osnabrücker Bevölkerung, die Messvorrichtungen nicht anzutasten, damit es aussagekräftige Ergebnisse gibt. Einen ersten Zwischenbericht kündigt er für Oktober 2007 an. In einer zweiten Phase werden die Wissenschaftler die Feinstaubbelastung mit anderen Messgeräten unter die Lupe nehmen. Das Thema erregt die Gemüter. In Osnabrück wurde voriges Jahr der Grenzwert an zu vielen Tagen überschritten. Die Stadt stützt sich auf Daten, die der Messcontainer am Schlosswall liefert. Einen Aktionsplan gegen die zu hohe Feinstaubbelastung gibt es noch nicht.
Autor:
Holger Jansing


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