User Online: 1 | Timeout: 09:02Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Nach Kyrill vorschnell gerodet?
Zwischenüberschrift:
Stadt: Wir wollen Bäume erhalten
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
hmd OSNABRÜCK. Ein kurzer Spaziergang durch Osnabrücks Forstflächen zeigt auch im Mai: Die Aufräumarbeiten nach dem Orkan Kyrill sind noch nicht abgeschlossen. Auf der Gegenseite fragen sich Bürger: Wurden manche Bäume nicht vorschnell gefällt?

" Im Zweifelsfall gegen den Baum", vermutet beispielsweise Dr. Gerhard Kooiker. Er meint speziell zwei Erlen am Blumenhaller Weg in Höhe der Einfahrt Prießnitzhof. Die beiden Bäume wurden in etwa drei Meter Höhe abgeschnitten. Dabei, so Kooiker, hätten sie schon zuvor schief gestanden, und an den Wurzeln seien keine Schäden erkennbar gewesen. Zu einer anderen Einschätzung kamen die Mitarbeiter des städtischen Eigenbetriebs Grünflächen und Friedhöfe. Die Bodenrisse verschwänden schnell wieder, etwa wenn der Baum wieder in die Ausgangslage zurückschwenkt, sagt Thomas Maag, zuständig für die Verkehrssicherung. Bei zusätzlicher Last durch Laub und Regen und einem anschließenden Sommersturm bestehe die Gefahr, dass die Bäume doch noch umkippen. Um den Gefahrenherd zu beseitigen, wurden die Erlen zunächst gekappt. Durch den riesigen Arbeitsaufwand - insgesamt mussten infolge des Orkans über 500 umgestürzte oder gefällte Bäume in Grünflächen, Parkanlagen oder Straßen beseitigt werden - wird erst später der Wurzelstock entfernt.

Nach dem Orkan vorsorglich gestutzt: Mussten diese Bäume am Blumenhaller Weg fallen?

Foto: Klaus Lindemann

" Unser Job ist es, Bäume zu erhalten und nicht, Bäume abzusägen", unterstreicht auch Klaus Schröder, Leiter des Eigenbetriebes. Die Mitarbeiter, so seine Überzeugung, hätten bei den Aufräumarbeiten " sehr verantwortungsvoll gehandelt". Gleichwohl sei es häufiger eine Gratwanderung, ob ein Baum noch zu erhalten ist oder nicht. Auf die erhöhte Verkehrssicherungspflicht an Straßen verweist auch der Baum- und Forstsachverständige Michael Weinert In der freien Landschaft, so sein Eindruck, hätten Eigentümer bereits seit etwa zwei Jahren mehr Bäume gefällt. Das sei gerade bei den derzeit hohen Brennholzpreisen nicht verwunderlich, aber auch nicht unbedingt problematisch. Schließlich handle es sich um Nutzholz. Voraussetzung sei aber auch, dass Strukturen wie Wallhecken, Hecken und Baumreihen erhalten blieben, also die Eigentümer nicht alle Gehölze entnehmen und Bäume auch wieder nachwachsen lassen.
Autor:
hmd


Anfang der Liste Ende der Liste