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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Runter vom Gas: Display mahnt Fahrer
Zwischenüberschrift:
Geräte im Dauertest
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
mgr OSNABRÜCK. Die etwa acht Monate alten Geschwindigkeitsdisplays am Sutthauser Bahnhof und an der Atterstraße in Eversburg sollen an die Vernunft der Autofahrer appellieren. Ein integriertes Foto von spielenden Kindern verdeutlicht den Grund, die Geschwindigkeit zu drosseln. Doch gehen die Fahrer wirklich vom Gas, wenn ihnen ein mahnendes rotes " Langsam!" entgegenblinkt?

" Ein Display allein reicht nicht, um die Situation zu verbessern", sagt Ulla Bauer vom Fachbereich Städtebau, Verkehrsplanung. Es sei das Zusammenspiel verschiedener Faktoren, die eine Verkehrsberuhigung bewirkten, so Bauer. In Sutthausen unterstützt das Display die eingerichtete Tempo-30-Zone und in Eversburg den Zebrastreifen.

Messergebnisse zeigten, dass die Fahrer ihre Geschwindigkeit in Sutthausen durchschnittlich um 2, 6 Kilometer pro Stunde drosselten, während es sich in Eversburg um 3, 6 km/ h handelte. Der Grund liege in den verschiedenen Standorten der Displays. In Sutthausen kämen die Fahrer von außerorts, weshalb sie auch mit einer höheren Geschwindigkeit in den Messkegel des Geräts führen, erklärt Ulla Bauer die unterschiedlichen Werte.

In Berlin haben die Displays positive und vor allem langfristige Erfolge zu verzeichnen. Zukünftig wird die Stadt überprüfen, ob auch hier mit dieser Methode die gleiche Wirkung erzielt werden kann. Erst dann wird entschieden, ob ein Standortwechsel oder die Anschaffung weiterer Displays sinnvoll ist.

Aus den Reihen der Bürger werden unterschiedliche Meinungen laut. " Das ist schwachsinnig. Es hält sich doch eh keiner dran. Die Verkehrsinsel verursacht mehr Unfälle. Sinnvoll wäre ein Zebrastreifen", so Tankstellenbesitzer Heinz-Werner Luthin aus Sutthausen. Nach Aussagen der Stadt sei für einen Zebrastreifen allerdings zu wenig los. Durchschnittlich seien 50 bis 100 Überquerungen pro Stunde notwendig, ansonsten lasse die Aufmerksamkeit der Autofahrer erfahrungsgemäß schnell nach.

" Ich finde es nicht schlecht. Durch die Kinder denkt man gleich an einen nahe gelegenen Kindergarten oder eine Schule. Allerdings würde ein Blitzer einen besseren Effekt erzielen", meint Ralf Bimpage. Von einer Blitzanlage hält Elke Schwind dagegen nichts. In ihren Augen sei das Display eine gute Idee, da auf das nahe gelegene Schulzentrum hingewiesen werde, " ob es allerdings wirklich die Fahrwcise der Autofahrer verändert, finde ich fraglich", erklärt die Referendarin der Grundschule Eversburg.

Die nackten Zahlen jedenfalls belegen eine geringe Geschwindigkntsreduzie-ninc; Ob zukünftig alle Autofahrer mit einem freundlichen grünen " Danke!" auf dem Display belohnt werden oder sich die Gewohnheit einstellt und das Gaspedal wieder durchgetreten wird, sollen weitere Testreihen zeigen.

Die Geschwindigkeitsdisplays am Sutthauser Bahnhof und an der Atterstraße in Eversburg sollen an die Vernunft der Autofahrer appellieren.

Foto: Gert Westdörp
Autor:
mgr


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