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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Ich dachte an einen Aprilscherz"
Zwischenüberschrift:
Zum Artikel "Drei Fahrspuren auf dem Neumarkt" (Ausgabe vom 28. März).
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
" Die dargestellte Uisung für die Umgestaltung des Neumarkts erscheint mir als sehr schlechter Kompromiss. Der Neumarkt ist unser zentraler Platz und sollte als urbane Zone zur " Neuen Mitte' mit verbindender Funktion zwischen Alt- und Neustadt aufgewertet werden. Der geplante Bau vor H & M würde den ohnehin nicht großen Platz unnötig verkleinern. Und was würde aus den gerade erst für viel Geld im Zuge der ohnehin unsinnigen und viel zu teuren ' Tunnelsanierung gebauten Eingängen zum Untergeschoss, die dann ja sozusagen unter dem neuen Gebäude stünden?

Schon vor etwa zehn Jahren waren wir im Arbeitskreis Stadtplanung der lokalen Agenda zu dem Ergebnis gekommen, dass der Neumarkt (Beispiel Dortmund) verkehrsfrei werden sollte, was nach dem extra erstellten Verkehrsgutachten auch möglich ist. Wir hatten ja auch schon einmal den ebenerdigen Fußgängerüberweg durchgesetzt. Achtzig Prozent der Beteiligten an dem von der Stadt für viel Geld durchgeführten Bürgergutachten waren auch für die Herausnahme des Individualverkehrs.

Wozu eigentlich Bürgerbeteiligung, wenn die Ergebnisse im Nachhinein von Politik und Verwaltung unter dem Einfluss kommerzieller Partikularinteressen (die Mitte der Großen Straße ist nicht alles in unserer Stadt) nicht beachtet werden? EineÜbergangslösung wäre das zurzeit sogar in Bohmte (!) eingeführte System " Shared Space". Hierbei teilen sich Fahr- und Fußgängerverkehr eine Fläche, was offensichtlich schon in anderen Ländern gut funktioniert. Mindestens sollten mehr Fußgängerüberwege vorgesehen werden. Unter anderem zwischen Kollegienwall und Öwer de Hase sowie zwischen Kamp und Ex-Wöhrl; der Bereich zwischen Großer Straße und Johannisstraße sollte insgesamt für Fußgänger freigegeben werden.

Dass die Busse durch die enge Seminarstraße kurven sollen, halte ich für ein Unding. Da die Johannisstraße zwischen Neumarkt und St. Johann fußgängermäßig schon fast den Charakter wie die Große Straße hat, sollten die Busse in diesem Bereich über Lyrastraße und Kolpingstraße geleitet werden. Sehr sinnvoll wäre, nun endlich die Planung einer auch über den Neumarkt gehenden Stadtbahn in Angriff zu nehmen. Da dies Verkehrsmittel wie bekannt eine höhere Akzeptanz als Busse hat, könnte hierdurch auch der Individualverkehr reduziert werden."

Rolf Brinkmann,
Architekt und Raumplaner,
Diepholzer Straße 2,
Osnabrück

" Es wundert mich doch sehr, dass auf den abenteuerlichen Plan des Lenkungsausschusses, am Neumarkt drei Fahrspuren einzurichten, nicht mehr Resonanz aus der Bevölkerung kommt. Als ich den Artikel in der Neuen OZ las, dachte ich an einen Aprilscherz. Von wem haben sich die Mitglieder dieses Ausschusses wohl inspirieren lassen?

Denn der Masterplan zielt doch einzig und allein darauf ab, am Neumarkt noch mehr Geschäftsgebäude zu bauen. Hoffentlich schmettern die Ratsfraktionen diesen Gedanken ab, denn eine Lösung der Probleme für den Neumarkt und die Johannisstraße ist es keinesfalls."

Helmut Huzarski
Katharinenstraße 43
Osnabrück

" Die beste Lösung wäre doch, den gesamten Autoverkehr vom Berliner Platz bis zum Heger-Tor-Wall durch einen Tunnel zu führen. Der Busverkehr kann dann ohne probleme oben bleiben. Die gesamte Problematik der Anbindung der Johannisstraße an die Große Straße wäre mit einem Schlage erledigt. Das wäre zwar eine teure, aber eine Lösung mit Zukunft."

Rainer Bruns
Brunnenstraße 5
Bad Rothenfelde

Die Neumarktplanung erregt die Gemüter. Der Busbahnhof soll vom Gericht vor das ehemalige Wöhrl-Haus verlegt werden.

Foto: Gert Westdörp
Autor:
Rolf Brinkmann, Helmut Huzarski, Rainer Bruns


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