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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Bei Westwind stinkt es hier gewaltig
Zwischenüberschrift:
Mief am Fürstenauer Weg
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
lea OSNABRÜCK. Was in der letzten Woche am Fürstenauer Weg in der Luft lag, war nicht der Duft der großen, weiten Welt: " Es hat unerträglich nach Fisch gestunken", sagt Hartmut Malguth, der dort wohnt. Er vermutet, dass die Herhof-Anlage, die sich in unmittelbarer Nähe befindet, für den Gestank verantwortlich ist.

" Ich habe keine Vorbehalte gegenüber der Technik und bin auch niemand, der sagt, dass er so ein Ding nicht vor seiner Haustür haben will", stellt der Vater von sechs Kindern klar. Dennoch: " Ich möchte schon wissen, ob da etwas in der Luft liegt, das gesundheitsschädlich ist."

Sechs Jahre wohnt Malguth schon im Fürstenauer Weg. Im Februar 2006 wurde die Herhof-Anlage eröffnet. Ein Brand legte den Betrieb im August desselben Jahres für zwei Monate lahm. " Gerade nach dem Brand hatten wir das Gefühl, dass hier schon einiges ausprobiert wurde oder dass die Filteranlagen nicht richtig funktioniert haben", sagt Malguth.

Nun möchte er zumindest wissen, wo die Ursachen für den Gestank liegen, der bei Westwind in Richtung Fürstenauer Weg zieht. " Am Dienstag war es sogar so schlimm, da hat man sich vom Auto ins Haus geflüchtet", berichtet Malguth.

Bei den zuständigen Behörden gingen am Dienstag vor einer Woche auch Beschwerden von anderen Anwohnern ein. " Dass es gestunken hat, ist richtig", sagt Dr. Marietta Klekamp-Lübbe vom Fachbereich Recht der Stadt Osnabrück. " Wir sind den Hinweisen nachgegangen, konnten aber nicht feststellen, ob der Gestank von der Anlage kommt."

Als Quelle kämen laut Klekamp-Lübbe auch der Piesberg, ein weiterer Abfallbetrieb am Fürstenauer Weg und ein Feld infrage, auf dem an diesem Tag Düngemittel aufgetragen wurden. " Wir konnten nicht feststellen, was stärker riecht."

Ähnlich ergeht es der Gewerbeaufsicht, die der Fachbereich Umwelt auf die Klagen hin informiert hatte: " Uns liegen zwei Beschwerden vor, ich glaube jedoch nicht, dass wir noch vernünftig zuordnen können, wo der Geruch an diesem Tag herkam", sagt der stellvertretende Amtsleiter Dr. Jürgen Bode. " Ich schließe allerdings aus, dass es Herhof gewesen ist, denn dann hätten uns die Nachbarn der Firma informiert."

Dieter Schäfer, Leiter der Abteilung Service und Wartung bei der Firma Herhof, stellt ebenfalls klar: " Wir hatten keine Störung an diesem Dienstag und haben dies auch der Gewerbeaufsicht mitgeteilt." Die ganze Anlage stehe zudem unter Unterdruck. " Gerüche können daher gar nicht entweichen", sagt Schäfer.

Entwarnung gibt die Gewerbeaufsicht bereits in einem Punkt: " Selbst wenn der Geruch von Herhof kam, kann es nicht gesundheitsschädlich gewesen sein, denn im Hausmüll dürfen keine giftigen Stoffe entsorgt werden", sagt Amlsleiterin Gesche Saathoff-Schiche und ergänzt: " Es wäre auch gut, wenn sich die Anwohner demnächst direkt bei uns melden, dann können wir gleich handeln."

Hat die Heffhoff-Anlage den Gestank verursacht? " Wir hatten keine Störung", sagen die Verantwortlichen
Autor:
lea


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