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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Jetzt ohne den grünen Efeu-Pelz
Zwischenüberschrift:
Pernickelturm wird restauriert
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
fhv OSNABRÜCK. " Efeu und auch wilder Wein sind grundsätzlich nicht schädlich für ein Baudenkmal", sagt Denkmalpfleger Bruno Switala zwar, " aber es kann eben manchmal doch zu Problemen kommen." Und deshalb Ist jetzt auch der Pernickelturm von seinem grünen Kleid befreit worden.

In den nächsten Monaten soll der kleine Turm an der Hase restauriert werden. Seit mehreren Jahren läuft ein Programm zur Sanierung der städtischen Wachttürme und Befestigungsanlagen, gefördert von der Lehmann-Stif-tung und der stadtischen Denkmalpflege.

Vorrangig geht es dabei um dieSicherung des Bruchsteinmauerwerks gegen Frosteinwirkung und Schäden durch den Efeu: " Unter Umständen können diese Rankpflanzen ihre Haftwurzeln zu Nährwurzeln umbilden. Dann kommt es zu Fugenschäden bis hin zum vollständigen Durchwurzeln", so Switala. Besonders schlimm sei das beim Bucksturm der Fall gewesen, berichtete er rückblickend auf die Arbeiten im letzten Jahr: " Aber glücklicherweise ist beim Pernickelturm das Mauerwerk härter." Auch sei der Anteil der erosionsgefährdeten Westerberg-Bruchsteine im mittelalterlichen Mauerwerk hier geringer, so habe eine erste Bestandsaufnahme nach der Freilegung des Turmes ergeben.

In der vergangenen Woche haben Mitarbeiter des Eigenbetriebs Grün den Pernickelturm vom Efeu entkleidet.

Bewacht die Mühle und das Wehr: der Pernickelturm an der Hase. Foto: Michael Hehmann

Das sei erst nach eingehender Prüfung der Frage geschehen, ob auch keine Vögel in dem grünen Pelz brüteten, berichtete Martina Kutza aus dem Fachdienst Hochbau im Eigenbetrieb Immobilien. Ein Gelege war nicht vorhanden. Jetzt sollen die Kosten für die Mauerwerk-Sanierung ermittelt werden. Bis Herbst solle die Aktion abgeschlossen sein.

Der Pernickelturm wird bereits im 13. Jahrhundert als Teil der Stadtbefestigung insbesondere zum Schotzder Bischofsmühle erwähnt. Lange Zeit war in dem Türmchen auf quadratischem Grundriss eine Wäscherei und Heißmangel untergebracht. Jetzt hat dort ein Maler sein Atelier.
Autor:
fhv


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