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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Einst Güterbahnhof, heute Partyzone
Zwischenüberschrift:
Kreative Köpfe nutzen das ehemalige Gelände der Bahn
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
95 Jahre alt ist der ehemalige Güterbahnhof: Der halbrunde Ringlokschuppen und die lang gestreckten Gebäude für die Güterabfertigung und das Zollamt links daneben sind auf den ersten Blick zu erkennen. 34 Güter-. Rangier- und Reiseloks hatten in dem Doppelringlokschuppen Platz.

Foto: Michael Hehmann

OSNABRÜCK. Auch Industriegelände werden Geschichte. Das ist beim Osnabrücker Güterbahnhof der Fall. Vor zehn Jahren hat die Deutsche Bahn AG das Gelände aufgegeben.

Das heutige Luftbild zeigt einen Ausschnitt des vor 95 Jahren gebauten Güterbahn-hofs: Vor allem der halbrunde Ringlokschuppen und die lang gestreckten Gebäude für die Güterabfertigung und das Zollamt links daneben sind auf den ersten Blick zu erkennen.

Als die preußische Staatsbahn den Bahnhof 1913 im Fledder eröffnete, machte gerade das den Stadtteil für Unternehmen interessant. Der Doppelringlokschuppen bot Platz für 34 Güter-, Rangier-und Reiseloks. Doch mit Einzug der ersten Dieselloks vom TYp V 60 war 1960 das Zeitalter der Dampfloks im Rangierdienst vorbei. Seit 1976 steht keine Dampflok mehr im Ringlokschuppen. Drei Jahre später verschwanden dort auch die Dieselloks, die seitdem an der Bremer Straße gewartet und unterhalten werden.

Seit der Stilllegung hatten die Stadtoberen viele Ideen, was mit dem Gelände passieren könnte: Ein Busdepot, ein Wohngebiet und eine Mehrzweckhalle waren schon im Gespräch. Doch aus alldem ist nichts geworden. Stattdessen nutzen kreative Köpfe das Gelände. Im Gebäude über der linken oberen Ecke ist im Oktober 2005 die Kleine Freiheit eingezogen. Im ehemaligen Güterabferti-gungsgebäude hat die Zeitzone ihre Türen geöffnet. Außerdem fand auf dem Gelände im vergangenen August das LokPop-Festival statt.

Über den Güterbahnhof hinweg richtet sich der Blick auf den benachbarten Stadtteil, die Innenstadt. Davor verlaufen die Schienen in nord-südlichcr Richtung von links nach rechts durchs Bild. Am Hauptbahnhof kreuzen sie sich mit den Gleisen in west-östlicher Richtung. Dass sich Schienen auf zwei verschiedenen Ebenen an einem Bahnhof kreuzen, ist in Deutschland sehr selten.

Direkt über den Nord-Süd-Gleisen, etwa in der Bildmitte, sind die neuen Gebäude des vor wenigen Jahren umgestalteten Bahnhofsvorplatzes zu sehen. Gleich hinter den Schienen liegt ein Parkhaus. In den Gebäudekomplex dahinter sind unter anderem ein Kino und eine Fastfood-Kette eingezogen.

Auch das Gebäude rechts am Bildrand, gleich unter den Schienen, hat mehrmals seine Besitzer gewechselt. Einst war es Sitz der Klöckner AG. Später zog dort das Arbeitsamt ein. Jetzt gehört das Gebäude einem Privatunternehmer.
Autor:
rei


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