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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Ist sauberes Wasser bald Mangelware?
 
Schüler haben viele Wünsche an die Hase
Zwischenüberschrift:
Aktionen und eine Fachkonferenz in Osnabrück zum Tag des Wassers
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
mgr OSNABRÜCK. Wasser ist wichtig für die Menschen. Sie müssen es schätzen und sparsam damit umgehen. Junge Leute aus Osnabrück nahmen diese Erkenntnis gestern wörtlich und formulierten gestern, am Tag des Wassers, gute Wünsche an die Hase, die mitten durch Osnabrück fließt. Schülerder siebten Klasse der Domschule, der Wittekindrealschule, der Ursulaschule und Jugendliche des ökologischen Lernorts " Nackte Mühle" bemalten nach buddhistischem Brauch bunte Stofffähnchen mit ihren Wünschen und hängten sie an der Conrad-Bäumer-Brücke auf.

Organisiert hatte diese Aktion das Net/ werk " Schulen für eine lebendige Hase", an dem mittlerweile 13 Schulen beteiligt sind. Den Tag des Wassers nutzten sie gestern, um den Fluss wieder ins Gespräch zu bringen. " Wasser ist der zentrale Punkt des Lebens, ohne Hase gäbe es Osnabrück nicht", erklärte Wiltrud Betzler-Schellin, Koordinatorin des Netzwerkes. Sie appellierte auch an die Erwachsenen, ihre Wünsche an die Hase zu richten. Nach der Auftaktveranstaltung nahmen vor allem Lehrer an einer Fortbildung und Informationsbörse zum Thema Hase teil.

Von Lea Wolz

OSNABRÜCK. Es ist ein Thema, das interessiert: sauberes Wasser - die Grundlage allen Lebens. Gestern war der Tag des Wasser, den die Konferenz der Vereinten Nationen Über Umwelt und Entwicklung 1992 ins Leben gerufen hat. um auf den Wert des Wassers aufmerksam zu machen.

" Zeit zum Handeln - Wasserknappheit und Dürre", unter diesem Motto stand der Tag des Wasser in diesem Jahr. Wie sehr das Thema interessiert, zeigte gestern die 16. Fachtagung Umweltverträgliches Wirtschaften mit dem Titel " Wasser - nur H2O? Chemiecocktail Trinkwasser?". Rund 120 Teilnehmer aus ganz Deutschland waren angereist, um im Hotel Remarque diese Fragen zu diskutieren. Mehr, als die Veranstalter, das Centrum für Umwelt und Technologie, der Verein Deutscher Ingenieure und die Stadtwerke Osnabrück, erwartet hatten.

Eine gute Nachricht kam gleich zu Beginn der Tagung von den Stadtwerken Osnabrück: " Wir haben unsere drei Wasserwerke Düstrup, Wittefeld und Thiene auf perfluorierte Tenside (PFT) untersuchen lassen, Spuren von PFT sind nicht vorhanden", sagte der Vorstandsvorsitzende der Stadtwerke, Manfred Hülsmann.

Hintergrund: 2006 fanden Forscher im Hochsauerland sogenannte perforierte Tenside - langlebige organische Schadstoffe, die in erhöhten Konzentrationen krebserregend wirken - in Ruhrund Mohne. " Wir werden alles tun, um unser Wasser sauber zu halten", versprach Hülsmann.

" Daher stellen wir uns auch dem Thema Arzneimittel im Wasserkreislauf." Ob Arzneimittel im Osnabrücker Wasser vorkommen, wurde noch nicht untersucht. Allerdings herrscht zu diesem Thema auch noch Forschungsbedarf, wie auf der Tagung deutlich wurde.

Eine offene Frage: Welches ist die beste Technik, um Arzneimittelreste aus dem Wasser zu filtern? " Über die Langzeitwirkung von geringen Dosen ist ebenfalls noch wenig bekannt", erklärte Dr. Martin Lacombe von der Leitstelle für Trinkwasserversuche in NRW. " Um an die therapeutisch wirksamen Tagesdosen heranzukommen, muss man allerdings schon sehr viel Wasser trinken", sagte er. In Osnabrück hat man die Klärwerke in Eversburg und in Hellern kürzlich modernisiert. Wie der Pressesprecher der Stadtwerke, Marco Hörmeyer, mitteilte, stehen die Klärwerke, vor allem mit der Membranfilteranlage in Düstrup, technisch auf dem neuesten Stand: " Sie erfüllen alle Anforderungen der Trinkwasserverordnung, in Zukunft stehen aber sicher weitere Projekte an."

Bilduntertitel:

Sie wollen das Beste für die Hase: Katharina, Annelie und Charlotte (links) sowie Kristin. AnnKathrin und Anne (rechts) haben ihre Wünsche aufgemalt. Foto: Gert Westdörp

Stopp! Im Klo haben Arzneimittel nichts zu suchen. Eine aktuelle Umfrage ergab, dass immer noch jeder sechste Bundesbürger Tabletten und Tropfen so entsorgt.

Foto: Gert Westdörp
Autor:
mgr, Lea Wolz


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