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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Kampf der Giganten" am Piesberg
Zwischenüberschrift:
Aufforstung: Schüler helfen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
OSNABRÜCK. Am Fuße des Piesberges wird es zu einem " Kampf der Giganten" kommen. Kontrahenten im Verdrängungswettbewerb um Licht, Luft und Lebensraum sind die Birke auf der einen und die Traubenkirsche auf der anderen Seite.

Welche der beiden Baumarten letztlich die Oberhand behält, wollen die Fachhochschule Osnabrück, das Forstamt Ankum und der Fachdienst Naturschutz und Landschaftsplanung der Stadt Osnabrück anhand einer umfangreichen Pflanz und Umweltbildungsaktion herausfinden.

Wie das geschehen soll, erläuterte jetzt Landschaftsentwickler Paul Stegmann von der Fachhochschule. Insgesamt steht für das Projekt eine rund 2, 6 Hektar messende Ausgleichsfläche für den Steinabbau auf der Lechtinger Seite des Piesberges zur Verfügung. Eine Hälfte wird mit ausgesuchten Baumarten wie Ahorn, Buche und Eiche bepflanzt und mit einem Zaun gegen Wildbiss gesichert. Die andere Hälfte wird sich selbst überlassen. Ein kleiner Streifen schließlich wird zwar bepflanzt, aber nicht gegen den Appetit wilder Tiere gesichert.

Über die kommenden Jahre hinweg wollen die Wissenschaftler laut Stegmann beobachten und untersuchen, wie unterschiedlich sich von Menschen beeinflusste und sich selbst überlassene Baumbestände entwickeln.

Mit einbezogen in das Projekt " Dynamikinseln in der Kulturlandschaft" sind auch die Osnabrücker Angelaschule, das Gymnasium Carolinum, die Gesamtschule Schinkel und die Realschule Wallenhorst.

Zum einen sollen die Schüler im Biologieunterricht über Jahre hinweg die Entwicklung der Baumbestände im Unterricht bearbeiten können, so Horst Wieting vom Forstamt Ankum. Zum anderen müssen die Schüler aber auch tatkräftig mit anfassen.

So waren es jetzt 28 Schüler der Angelaschule, die während ihres Unterrichtes im Interesse der nachhaltigen Waldbewirtschaftung zum Spaten griffen. Insgesamt 7000 Baum- und Buschsetzlinge wollen in den Boden gebracht werden.

Die Kosten einer solchen Aktion bezifferte Stegmann mit rund 25000 Euro pro Hektar. Bezahlt würden die Bäume von dem Unternehmen, das die Ausgleichsfläche schaffen müsse.

Mit ersten Ergebnissen rechnen Stegmann und Wieting in einigen Jahren. In dieser Zeit würden die jungen Bäume auf dem ehemaligen Maisfeld aufgrund des immer noch üppig im Boden enthaltenen Düngers recht schnell wachsen.

Ein besonderes Augenmerk auf den bepflanzten Flächen werde auf die Traubenkirsche gelegt. Diese aus Übersee " eingewanderte" Baumart wachse schnell, wenn man ihr nicht rechtzeitig zu Leibe rücke, so Stegmann. Er sei jedenfalls gespannt darauf, wer sich auf der unkontrollierten Fläche durchsetze: Birke oder Traubenkirsche?

Foto: Bäume pflanzen für die Wissenschaft lautete jetzt die Unterrichtsaufgabe der Angelaschülerinnen Lena und Anna (von links) unter Anleitung von Eltje Hahn (Mitte) vom Forstamt Ankum.

Foto: Jörn Martens
Autor:
slx


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