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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Letzte Ruhe fiir "Flocke", "Benni" und "Nico"
Zwischenüberschrift:
Der Tierfriedhof in Hellern, ein würdiger Platz für treue Freunde
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
OSNABRÜCK. Bruno Wertig beugt sich Über ein kleines Beet, zieht Unkraut zwischen den Tulpen hervor und lächelt sanft. Ein kleines Grabmal vor ihm erinnert an seinen langjährigen Freund: " Dlgo". Seit 24 Jahren besucht der 84-Jährige seinen Hund jede Woche auf dem Tierf riedhof in Hellern.

Heute ist er gemeinsam mit Sigrid Kürtz gekommen. Die Vorsitzende des Vereins für Tierbestattung kümmert sich seit 14 Jahren um den Friedhof. " Nicht jeder bringt es übers Herz, seinen treuen Freund zu verbrennen", meint sie. Auch ihr Hund liegt hier begraben.

Auf den ersten Blick unterscheidet sich der Tierfriedhof nicht von anderen Friedhöfen: Liebevoll gepflegt, blühen die Osterglocken. Nur die Namen auf den Grabsteinen und kleine Fotos von zotteligen Vierbeinern zeigen, dass hier " Flocke", " Benni" und " Nico" liegen.

Es herrscht reger Betrieb: Eine junge Frau versucht, ihren Boxer zum Sitzen zu bewegen, während sie Stiefmütterchen pflanzt. Ein Ehepaar stellt frische Tulpen in eine Vase, während zwei Jugendliche über die Wege schlendern.

Seit 26 Jahren lassen Tierfreunde, die selbst keine andere Möglichkeit haben, hier ihre Hunde, Katzen, Vögel oder Kaninchen begraben. Eine richtige Beerdigungszeremonie gehört dazu. " Osnabrück war eine der ersten Städte, in denen es einen Tierfriedhof gab", erinnert sich Wertig. Bis zu 20 Bestattungen im Monat hätten sie damals gehabt. Aus Münster, Gesmold oder Gelsenkirchen kamen die Menschen angereist. Heute ruhen hier rund 1300 Tiere.

Bruno Wertig führt noch heute die Buchhaltung des Vereins. " Es ist die Liebe zum Tier", sagt er stolz. Zweimal in der Woche schaut er nach dem Rechten. Mittlerweile gibt es auch in anderen Städte Friedhöfe. Dennoch zählen die Verantwortlichen 30 bis 40 Beerdigungen pro Jahr. " Wir haben Kinder, die ihr erstes Haustier begraben, aber auch Ältere, die einen langjährigen Wegbegleiter zu Grabe tragen", erzählt Kürtz. Die Pacht kostet für drei Jahre zwischen 60 und 200 Euro.

Nebenan ist das Tierheim. Sigrid Kürtz hat sich dort einen neuen Hund geholt - doch den alten besucht sie regelmäßig. " Hier hat er einen würdigen Platz, und ich weiß, dass er nicht zu Seife verarbeitet wurde."

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Weitere Infos
Telefon 05 41-58 68 39
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