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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Haseufer mit neuem Gesicht
Zwischenüberschrift:
Das Viertel an der Georgstraße ist kaum wiederzuerkennen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
OSNABRÜCK. Gäbe es das Wüsthoff-Gebäude nicht, könnte der Eindruck entstehen, hier sollten Äpfel mit Birnen verglichen werden: Das Viertel um die Georgstraße, in das die heutige Zeitreise führt, hat sich verändert.

Deutlich zu erkennen ist das Wüsthoff-Gebäude im Hintergrund der beiden Fotos. Dennoch: Die Fassade wurde im Lauf der Zeit modernisiert und verändert. Das Gebäude des Herrenausstatters wurde grundlegend renoviert. Seitdem erstrahlt die Jugendstilfassade des Hauses in zartem Lila mit weiß abgesetzten Ornamenten. In Abstimmung mit dem Denkmalschutz wählte der Inhaber die Farben passend zum Auftritt seines Unternehmens.

Gegründet wurde die Firma 1906 als " leistungsfähiges Spezialgeschäft 1. Ranges für fertige Herren- und Knaben-Garderoben, Jagd-, Sport-, Livré- und Arbeiter-Bekleidung", wie es in einer Anzeige zur Eröffnung hieß.

Das historische Foto hat unsere Leserin Sabine Heise eingereicht. Sie machte die Aufnahme um 1952 herum, um als Hinzugezogene ihre Eindrücke vom der neuen Heimat festzuhalten.

Damals führte an dieser Stelle noch keine Fußgängerbrücke über die Hase. Die auf dem neuen Bild zu sehende Konstruktion wurde im Mai 2003 auf den Namen Cannakale-Brücke getauft, um an die Städtepartnerschaft Osnabrücks mit der türkischen Stadt zu erinnern.

Erbaut wurde die Brücke 1993 im Zusammenhang mit dem Umbau des Modehauses L+ T und der damit einhergehenden Neugestaltung der Uferpromenade. Kurze Zeit später hat das Unternehmen die Brücke der Stadt geschenkt. Auf dem historischen Foto ebenfalls nicht zu sehen sind die Reste des Kümpers-Türms. Sie befinden sich im Gebüsch in der Bildmitte. Der Turm war Teil der Befestigungsanlage der Stadt. Im Zweiten Weltkrieg diente er als Luftschutzbunker. Im Lauf der Modernisierung von L+ T wurde der Turm abgerissen. An ihn erinnert heute ein kleiner Turm am Ende der Cannakale-Brücke, in dem sich das Treppenhaus zur Tiefgarage befindet.

Bleiben wir bei der historischen Aufnahme. Das Gebäude am rechten Bildrand war ein Behelfsbau, der nach 1946 für die Musikalienhandlung Rohlfing errichtet wurde. Heute steht an seiner Stelle ein modernes Haus, in dem L+ T Sportartikel verkauft.

Auf dem aktuellen Foto schließlich ist am linken Bildrand das italienische Restaurant Venezia zu sehen. Es befindet sich im Astoria-Gebäude, in dem bis 1997 ein Filmtheater mit gleichem Namen betrieben wurde. Seine Pforten geöffnet hatte es am 24. Oktober 1953.
Autor:
Marie-Luise Braun


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