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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
"Buga-Absage zum jetzigen Zeitpunkt fahrlässig"
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Leserbriefe
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Originaltext:
" Buga-Absage zum jetzigen Zeitpunkt fahrlässig"

Das laufende Bürgerbegehren zugunsten der Bundesgartenschau in Osnabrück sorgt weiter für erhebliche Diskussionen. Im Folgenden eine Auswahl von Zuschriften (u. a. " Großer Kampfgeist und neue Zweifler / Ausgabe vom 19. Februar; " Schon 1000 Stimmen für Buga-Begehren" / Ausgabe vom 28. Februar; " Wulff will 75 Millionen Euro einplanen" / Ausgabe vom 2. März).

" Die Initiatoren des Buga-Begehrens gehen nachweislich mit falschen Informationen auf Stimmenfang: Die Abstimmung im Rat war nachweislich nicht geheim, die Buga kostet nachweislich bedeutend mehr als die von den Initiatoren des Bürgerbegehrens suggerieren, wenn man nur einrechnet, dass Osnabrück auch nachdem offiziellen Ende der Buga sich um das Gelände kümmern muss. Zusätzlich wird das Ergebnis des Bürgerbegehrens nachweislich nach Beendigung der Bewerbungsfrist für die Buga verkündet werden, also viel zu spät. [...] Bedenkt " man dann noch, dass Osnabrück nicht der einzige und bei dem angesetzten Etat sicherlich nicht der aussichtsreichste Bewerber ist, dann wird offensichtlich, wie wenig das Bürgerbegehren noch bringen kann. - Was bleibt, ist das überparteilich vorhandene Bedauern, dass die Buga für Osnabrück eben einfach nicht zu stemmen war. Belassen wir es dabei und wenden wir uns endlich wieder der Gegenwart und der Zukunft zu."

Jens Martin
An der Lauburg 34
Osnabrück

Mitverantwortung der Entscheider

" Bitte Mitverantwortung der Buga-Entscheidungsträger! Beherztes Engagement für das, woran ich glaube, ist wichtig und richtig, dieses fehlt in unserer Gesellschaft zunehmend. Doch hege ich Zweifel bei einigen Buga-Befürwortern ob dieser hehren und Respekt zollenden Eigenschaften, nämlich für das einzutreten, womit sie/ er sich wahrhaft identifiziert Vielmehr drängt sich mir das Gefühl auf, dass es auch hier zu oft um Prestige, um Geld und wieder mal nur um Macht-Politik geht. Seit der letzten politischen Entscheidung gegen die Buga haben sich die sachlich orientierten Voraussetzungen nicht verbessert, sondern durch die Entscheidung des Landeskabinetts, Bugas zukünftig nicht mehr unterstützen zu wollen und dieses der Wirtschaft zuüberlassen, sogar deutlich verschlechtert. Vor diesem Hintergrund sollten alle Beteiligten mit dem Thema der Finanzierung einer Bundesgartenschau in Osnabrück sensibler umgehen. Wer hat denn letztendlich für ein drohendes Finanzloch geradezustehen: jeder einzelne Mitbürger in Osnabrück! Ich jedoch bin gerne bereit, meine Ansichten zu überdenken. Ein wesentliches Argument hierzu wäre eine direkte Mitverantwortung aller Buga-Beteiligten (Planer, Organisatoren, Politiker). Wie alle anderen Osnabrücker Bürgerinnen und Bürger muss auch ich mit meiner Familie für Entscheidungen unserer Haushaltsbilanz geradestehen und kann für negative Ergebnisse nicht nur moralisch, sondern auch rechtlich belangt werden. Wenn alle Buga-Entscheidungsträger für deren Fehlentscheidungen und Planungsfehler ebenso in die Pflicht genommen und hierfür auch mit einem Teil des Privatvermögens - der Situation entsprechend - einstehen müssten, würden viele Buga-Kritiker anders entscheiden. Dann würde sich innerhalb kurzer Zeit ein positiver Wandel in der kleinen und großen Politik bemerkbar machen und der Politikverdrossenheit deutscher Wähler ein Ende setzen. [...]"

Helmut Korte
Hunteburger Weg 154
Osnabrück

Nicht nur die Risiken sehen

" Information ist die Währung der Demokratie", stellte schon Thomas Jefferson, Verfasser der Unabhängigkeitserklärung und Präsident der USA treffend fest. Und genau hier scheint bezüglich der BUGA 2015 in Osnabrück noch einiges im Argen zu liegen. Diverse Leserbriefe und Stellungnahmen in der Neuen Osnabrücker Zeitung haben uns deutlich gezeigt, dass fast ausschließlich über die Risiken, nicht aber über die Chancen der BUGA 2015 für Osnabrück und die Region diskutiert wird. Insbesondere an der Frage, ob eine BUGA für Osnabrück finanzierbar ist, scheiden sich die Geister. Dabei ist diese Frage sehr einfach zu beantworten. Die BUGA ist finanzierbar! Keiner - auch wir als Initiatoren des Bürgerbegehrens möchte mit der BUGA die ohnehin angespannte Haushaltslage der Stadt weiter belasten. Wie können wir das sicherstellen? Zum einen liegen nun endlich mit der Studie des BUGA-Experten Dr. Gro-ße-Ophoff verlässliche Kostenpläne vor, in die selbstverständlich auch entsprechende Inflationsraten eingeflossen sind. Und diese Kosten von 110 Millionen Euro sind definitiv die Obergrenze, die durch ein striktes Kostencontrolling einzuhalten ist. Alle Attraktionen, die vom Planungsbüro Heimer und Herbstreit vorgesehen waren, bleiben dabei im Übrigen erhalten. Lediglich der Kernbereich ist auf 25-30 ha begrenzt worden. Wir schlagen also keine Billig-BUGA, sondern eine hoch attraktive BUGA in der einmaligen, canyonartigen Kulisse des Piesberges vor. Wie sind die 110 Millionen Euro zu schultern? Neben den Eintrittserlösen, die aufgrund der langjährigen Ergebnisse in anderen Städten auf ca. 20 Millionen Euro taxiert werden können, sind Landes- und EU-Mittel von 75 Millionen Euro die wichtigste Finanzierungskomponente. Diese Mittel sind vom Ministerpräsidenten des Landes Niedersachsen, Christian Wulff, in Aussicht gestellt worden, und der Ministerpräsident hat auch bereits mit der hierfür zuständigen EU-Kommissarin ein im Ergebnis positives Gespräch geführt. Nun wird mit Recht darauf hingewiesen, dass eine Inaussichtstellung der Mittel noch kein konkreter Bewilligungsbescheid ist. Was passiert aber nun, wenn die Fördermittel in Höhe von 75 Millionen Euro doch nicht bereitgestellt werden? Dann ist in der Tat der Zeitpunkt gekommen, sich aus der BUGA 2015 zu verabschieden. Dies allerdings jetzt schon zu tun, halten wir für grob fahrlässig. Die einzige Gewissheit wäre, dass wir die historische Chance, 75 Millionen für die faszinierende Weiterentwicklung des Piesberges als Naherholungsgebiet und Gelände für Großveranstaltungen zu erhalten, ausgeschlagen haben. Wie sieht es mit der Eigenbeteiligung der Stadt Osnabrück bei einer Bürger-BUGA 2015 aus? Auf die Stadt Osnabrück kämen für die nächsten 8 Jahre insgesamt ca. 7, 5 Millionen Euro an Investitionen zu. Oder anders ausgedrückt: Mit lediglich 7, 5 Millionen Euro an kommunalen Mitteln wird eine BUGA mit einem Investitionsvolumen von 110 Millionen Euro und den damit verbundenen massiven Beschäftigungs- und Einkommenseffekten realisiert. Nach einer Abschätzung des renommierten Pestel-Instituts erzeugt die BUGA-Investition von 110 Millionen Euro eine Gesamtnachfrage von 210 Millionen Euro und einen Beschäftigungseffekt von 2500 Vollzeitbeschäftigten pro Jahr. Dieser für die Region positive Multiplikatoreffekt führt zu erhöhten Lohn-, Einkommen- und Gewerbesteuern für die Stadt, die den finanziellen Eigenanteil deutlich übersteigen. Aus diesen erhöhten Einnahmen kann die Stadt also ihren Beitrag zur BUGA leisten, ohne den angespannten Haushalt zu belasten. Im Gegenteil: Die Stadt müsste ohnehin in die Renaturierung des Piesberges investieren. Die BUGA bietet die einmalige Chance, dies mit Mitteln aus Hannover und Brüssel zu tun, denn die Kosten für die erforderliche Abdeckung und Bepflanzung der Dcponiefläche sind im BUGA-Konzept enthalten. Die vielfältigen weiteren Chancen der BUGA darzustellen sprengt sicher den Rahmen eines Leserbriefes. Unter www.buergerbuga.de können sich alle Interessierten umfassend informieren und sich dann - frei nach Jefferson - demokratisch für oder auch gegen das Bürgerbegehren einbringen."

Prof. Dr.
Hans-Albrecht Dicke
Ferdinand-Erpenbeck-Straße 26
Osnabrück

Peter Wüsthoff
Loeweweg 18
Osnabrück

Sonderopfer für die Buga

," Buga-Fonds und Buga-Sonderopfer 2015.' Die Buga 2015, die langjährigen Vorarbeiten dazu und die Folgenutzung der Anlagen sind auch für die wirtschaftliche Entwicklung von Stadt und Raum Osnabrück eine wirklich große Chance, die bei einer Planungsgröße von 75 Millionen Euro nicht voreilig vertan werden darf. Private Fördergelder könnten zur Finanzierung unterstützend herangezogen werden. Dazu stelle ich mir folgende Modelle vor; 1. Gewerbetreibende und Private aus dem Raum Osnabrück zahlen pro Monat per Dauerauftrag / Einzugsermächtigung einen Festbetrag, den jeder selbst festlegt (mindestens 5 Euro monatlich), in einen Buga-Fonds 2015. Sofern die Buga 2015 realisiert wird, können alle Fondsbeteiligten stolz auf ihren finanziellen Beitrag sein; sollte die Aktion scheitern, erhalten die Sponsoren ihre Beiträge verzinst zurück; alternativ könnte das Geld auch gespendet werden oder in eine Stiftung fließen. Eine " Wall of Fame", ein Freikartenkontingent oder andere Vergünstigungen wären für diese Sponsoren ein zusätzlicher Anreiz. Vordergründig ist aber Idealismus gefordert. Es könnten jeden Monat rund 500 000 Euro auf der Habenseite erscheinen, wenn sich - statistisch gesehen - alle Bewohner/ innen aus Stadt und Landkreis Osnabrück mit lediglich 1 Euro monatlich beteiligen würden. Wie wäre es also mit einem organisierten , Buga-Fonds 2015'? Ich bin dafür und auch dabei. 2. Auch ein " Sonderopfer Buga 2015" ist in Erwägung zu ziehen, indem z. B. auf alle Eintrittskarten städtischer Einrichtungen (Schwimmhallen, Theater usw.) ein noch zu bestimmender Preisaufschlag (vielleicht 0, 50 Euro) als " Sonderopfer" erhoben würde. Selbstverständlich können sich auch Vereine pp., die für ihre Veranstaltungen Eintrittsgelder erheben, entsprechend einbringen. Sicherlich kommen noch weitere finanzielle Förderquellen in Betracht. Kreativität ist auch hier gefordert. Viel Zeit bleibt aber nicht!"

Ernst Hunsicker
Rottstraße 35 B
Bad Iburg

Kein Beschluss der Fakultät

" Mit großer Überraschung haben wir aus der Neuen Osnabrücker Zeitung und den Werbebroschüren der " Interessengemeinschaft Bürger-BUGA" zur Kenntnis genommen, dass die Fakultät Agrar-wissenschaften und Landschaftsarchitektur der Fachhochschule Osnabrück das Bürgerbegehren zur Durchführung der BUGA 2015 un-terstüt/ en soll Allerdings liegt hierzu weder ein Fakultätsratsbeschluss vor noch weiß die Fakultätsleitung hiervon. Die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner der Fakultät sehen auch künftig keine Veranlassung, sich in dieser ökonomischen und politischen Frage, die die Bürgerinnen und Bürger der Stadt zu entscheiden haben, einseitig zu positionieren."

Fachhochschule
Osnabrück

Prof. Dr. Rüdiger Anlauf

Prof. Dr. Andreas Bettin

Prof. Dr. Ludwig Bender

Prof. Dr. Heinz-Christian Fründ

Petra Hövelkamp

Jörg Hunold

Petra Köhler

Heike König

Prof. Dr. Helmut Meuser

Prof. Dr. Alrun Niehage

Ulrike Timmermann

Lothar Ulferts

Prof. Dr. Christoph Wonneberger

Prof. Dr. Herbert Zucchi

Anmerkung der Redaktion:

Die Fakultät Argarwissenschaften und Landschaftsarchitektur FH Osnabrück steht auf der " Liste der Akteure", die von der Initiative Bürger-Buga veröffentlicht worden ist. Nach Angaben der Initiative ist die Fakultät nach Rücksprache mit dem stellvertretenden Dekan und dem Präsidenten in die Liste aufgenommen worden.

Dauerbrenner Buga: Die Absage der Bundesgartenschau war auch ein Thema, das die Karnevalisten am Ossensamstag entdeckt hatten. Foto: dpa

Ein Leserbrief ist eine persönliche Meinungsäußerung des Verfassers. Kürzungen lassen sich oft nicht vermeiden. Eine Telefonnummer ist für Rückfragen hilfreich. Unsere E-Mail-Adresse lautet: leserbnefe@ neue-oz.de.


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